Joachim Bißmeier

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Buddenbrooks
Besuch bei dem Vater
Joachim Bißmeier
Kammerschauspieler

Joachim Bißmeier wurde in Bonn geboren. Nach der Schauspielausbildung an der Folkwangschule in Essen debütierte er 1960 unter der Regie von Werner Krauth als Rodrigo in Shakespeares Othello an den Wuppertaler Bühnen, es folgten Engagements am Wiener Burgtheater, Residenztheater München, Staatstheater Stuttgart, Schauspielhaus Zürich, Schaubühne Berlin und Berliner Ensemble, wobei er unter anderem mit der Elite der Theater-Regisseure wie Peter Palitzsch, Leopold Lindtberg, Achim Benning oder Claus Peymann zusammenarbeitete.

Als 29-Jähriger stieß er zum Ensemble des Burgtheaters. Er spielte überzeugend unterschiedliche Charaktere wie den Don Carlos, den Faust, den Schriftsteller in der Uraufführung von Thomas Bernhards Die Jagdgesellschaft (unter der Regie von Peymann), den Orest in der Orestie von Aischylos, den Robespierre in Georg Büchners Dantons Tod und den Woyzeck, um nur einige zu nennen.

Am Burgtheater, wo er 1992 seine letzte Rolle gespielt hat, ist er offiziell seit 1996 in Pension. In den vergangenen Jahren wirkte er vor allem am Schauspielhaus Frankfurt und am Schauspielhaus Zürich. 1979 wurde Joachim Bißmeier mit der Kainz-Medaille ausgezeichnet, seit 1983 trägt er den Titel Kammerschauspieler. 2000 gewann er zusammen mit Roland Düringer und Josef Hader für seine Mitwirkung an Florian Flickers Film Der Überfall (in dem Bißmeier einen alten Schneider spielt, der überfallen und anschließend als Geisel genommen wird) beim Internationalen Filmfestival in Locarno den Bronzenen Leoparden. 2002 erhielt er das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien.

Theaterrollen (Auswahl): Schriftsteller in der Uraufführung von Bernhards Die Jagdgesellschaft (1974, Regie: Claus Peymann); Hechingen in Hofmannsthals Der Schwierige (1991, Regie: Jürgen Flimm, Salzburger Festspiele), Antonio in Goethes Torquato Tasso (1995, Regie: Benjamin Korn, Zürcher Schauspielhaus), Prof. Alexander Wladimirowitsch Serebrjakow in Anton Tschechows Onkel Wanja (1998, Regie: Andrea Breth, Schaubühne Berlin); Orgon in Molières Tartuffe (2000, Regie: Tamás Ascher, Berliner Ensemble); Titelrolle in Arthur Schnitzlers Professor Bernhardi (2000, Schauspielhaus Düsseldorf, Regie: Benjamin Korn); der Herr in August Strindbergs Unwetter (2001, Regie: Werner Düggelin, Schauspielhaus Zürich). 
Im Theater in der Josefstadt zuletzt als Moritz Meister in Bernhards Über allen Gipfeln ist Ruh, in Der Ignorant und der Wahnsinnige und Der Ruf des Lebens.

Film und Fernsehen (Auswahl): Der Überfall (2001, Regie: Florian Flicker), Anantomie 2 (2002, Regie: Stefan Ruzowitzky), Silentium (2003, Regie: Wolfgang Murnberger), Stauffenberg (2003, Regie: Jo Baier), Merry Christmas (2004, Regie: C. Carrion, D/E/F/RUM), Klimt (2005, Regie: Raoul Ruiz)

Kontakt: Agentur DIVINA