Sylvester Groth studierte Schauspiel an der Staatlichen Schauspielschule Berlin (Ost) (später:
Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“) Es folgten Engagements in Schwerin, Dresden, wo er
sich schnell zu einem der führenden Schauspieler und zum Publikumsliebling entwickelte und in
Berlin als Gastdarsteller am Deutschen Theater. Von 1986 bis 1989 wirkte er an der Berliner
Schaubühne in wichtigen Inszenierungen.
Weitere Stationen nach der Wende waren z.B. das Residenztheater, die Münchner Kammerspiele,
das Berliner Ensemble, das Wiener Burgtheater sowie die Salzburger Festspiele. Groth hat in dieser
Zeit mit prägenden Regiepersönlichkeiten wie Zadek, Grüber und Wilson gearbeitet. Neben einer
umfangreichen Theaterkarriere spielte er auch in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen und arbeitet
auch als einer der charismatischsten Sprecher für Hörbücher.
Seinen Durchbruch als Schauspieler im Film hatte er in Frank Beyers DEFA-Film "Der
Aufenthalt" von 1982/83, der Verfilmung einer Erzählung von Hermann Kant, wo er die Hauptrolle
spielte und dafür 1984 auf dem 3. Nationalen Spielfilmfestival der DDR den Nachwuchsdarstellerpreis
erhält. Im Film "Der Schimmelreiter" nach Theodor Storm aus dem Jahr 1984 glänzte er ein weiteres
mal in einer Titelrolle. Seit 1984/85 arbeitete Groth im gesamten deutschen Sprachraum z.B. in
Johannes Schaafs "Momo" nach Michael Ende, 1992 spielt er die Rolle des Otto im Kriegsdrama „
Stalingrad“ und 2006 in der Rolle des Joseph Goebbels in Dani Levys "Mein Führer". Für Hermine
Huntgeburths ROMEO erhielt er den anerkannten „Grimme Preis“, er brillierte u.a. auch im bewegenden
"Das Wunder von Lengede", sowie als Oswalt Kolle im gleichnamigen Fernsehfilm sowie in "Contergan -
Nur eine Tablette". Im Jahr 2007 drehte Groth mit Andreas Dresen den Spielfilm "Whisky mit Wodka"
und mit Christian Görlitz die Verfilmung von Heinz Strunks Kultroman "Fleisch ist mein Gemüse".
Kontakt:
Schulze & Heyn FILM PR,
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