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Regie
Harald Clemen
Bühnenbild
Martin Kukulies
Kostüme
Rolf Langenfass
Musik
Peter Kaizar
Bruscon, Theatermacher
Otto Schenk
Frau Bruscon
Marianne Nentwich
Ferruccio, deren Sohn
Erich Altenkopf
Sarah, deren Tochter
Therese Lohner
Der Wirt
Alexander Grill
Die Wirtin
Adelheid Picha
Erna, deren Tochter
Sarah Wimmer / Evelyn Ruzicka
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Thomas Bernhard
Der Theatermacher
Premiere: 9. November 2006
Grünlich modert der Schimmel die feuchten Wände hoch im verstaubten Tanzsaal des Gasthofs
"Schwarzer Hirsch" in Utzbach, einem Provinznest mit 280 Einwohnern. Um den Saal dürfte sich seit
längerem niemand mehr gekümmert haben. Der ehemalige Staatsschauspieler Bruscon will dort seine
Weltkomödie
Das Rad der Geschichte aufführen, deren Höhepunkt und
Voraussetzung die absolute Finsternis sein soll. Seine Schauspieltruppe besteht aus seiner
lungenkranken, ewig hustenden Frau, dem unbegabten Sohn Ferruccio und der nicht den Ansprüchen des
Vaters entsprechenden Tochter Sarah.
Während Bruscon sich über die stumpfsinnige Gesellschaft und das Drama des Künstlers
auslässt, tyrannisiert er mit seinem verbissenen Perfektionismus seine Familie. Doch die profane
Wirklichkeit beschert seinem Theater, das irritierend und kompromisslos sein soll, zuerst einmal
den wöchentlichen Blutwursttag und dann noch ein Gewitter samt einem Pfarrhof, der in Flammen
aufgeht. In einer kunstfeindlichen Welt kann nur mit größter Rücksichtslosigkeit gegen sich selbst
und gegen die anderen Kunst gemacht werden.
Pressestimmen:
Schenk verkörpert sein Bernhard-Debüt intensiver, introvertierter, filigraner, feinmaschinger, fast
"Raimundischer" als Traugott Buhre in der Uraufführung. (Österreich )
Und jetzt kommt Otto Schenk. Leise nähert er sich den Bernhard´schen Wortkaskaden an. Jedes Wort
ein Kammerton, jeder Satz scheint Teil einer fein ziselierten Partitur. Es scheint, als würde sich
nicht der Schauspieler den Text zu Eigen machen, sondern Wort für Wort um ihn werben. Zwanghaft
räsonierend ist er ein einsamer Diktator und Verzweifelter auf der grauen Bühne des Martin
Kukulies. (NEWS)
Zu sehen war Schenk, wie ihn sein Publikum liebt: ein bisschen grantig, unzufrieden mit allem,
manchmal sogar widerwärtig, vor allem aber auf nicht unsympathische Art mieselsüchtig. Und er gibt
immer wieder Anlass zum Lachen. (Salzburger Nachrichten)
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