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Regie
Janusz Kica
Bühnenbild
Kaspar Zwimpfer
Kostüme
Karin Fritz
Helene Alving
Andrea Jonasson
Osvald, ihr Sohn
Florian Teichtmeister
Manders, Pastor
Joachim Bissmeier
Engstrand, Tischler
Siegfried Walther
Regine Engstrand, seine Tochter
Gerti Drassl
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Henrik Ibsen
Gespenster
Premiere: 22. Oktober 2009
„Ich war nur ein geringes Werkzeug in der Hand des Höheren.“
(Zitat aus
Gespenster)
1881 schrieb Ibsen mit einer gewissen Vorahnung der Dinge, die da kommen sollten, an Hegel: „
Die
Gespenster werden wahrscheinlich in einigen Kreisen Alarm schlagen, aber das mag
geschehen. Würden sie es nicht tun, dann wäre es unnötig gewesen, das Stück zu schreiben." Dies
entfachte einen Sturm des Abscheus und des Zornes, wie ihn Ibsen in diesem Ausmaß nie zuvor erlebt
hatte. Man warf ihm Nihilismus vor, einen Angriff auf die grundlegenden Werte der Kirche, die
Verteidigung der freien Liebe und die Verletzung von Tabus wie Inzest und Syphilis. Ibsen hat in
Gespenster die Wahrheit über die totenähnliche Erstarrung der Gesellschaft und die bigotte
Pflichtfrömmelei vor allem der Kirche schonungslos ausgesprochen und jegliche Illusion bürgerlicher
Wohlanständigkeit und Konvention vernichtet. Die Wahrheit ist unerträglich, weil hinter ihr die
Erkenntnis steht, das ganze Leben falsch gelebt zu haben. Wer sie schließlich ausspricht, erkauft
sich die Freiheit der eigenen Person mit der Vernichtung seiner Umgebung.
Pressestimmen:
Eine kongeniale Jonasson, in der Rolle einer Frau, die um die Überwindung der Konvention kämpft.
(...) Drassl spielt mit Verve ein lebenshungriges Mädchen, tanzt so sehnsüchtig wie berechnend.
(...) Siegfried Walther gibt diesen Engstrand präzis als Ekel voller Geilheit und krimineller
Energie. Die Rollen sind durchaus gut besetzt, auch Teichtmeister bewältigt die seine als
hoffnungslos Leidender spielend. (Die Presse)
Florian Teichtmeister gelingt eine beeindruckend unpathetische Studie dieses jungen Malers (...). (Wiener Zeitung)
Das Ensemble setzt das ingeniöse Werk präzise um. Im Zentrum von Kaspar Zwimpfers eindrucksvoller
Bühne zeigt Andrea Jonasson als Übermutter Alving überragende Präsenz und fulminantes Können. Wie
sie ihren todkranken Sohn Osvald ins unabwendbare Sterben begleitet, das wird man nicht so bald
vergessen können. Diesen Sohn, der die Krankheit vom verworfenen Vater geerbt hat, spielt Florian
Teichtmeister mit beeindruckender Hingabe. Joachim Bissmeier ist ein moralisierender Pastor wie aus
dem Gesangsbuch. Gerti Drassl (Regine) und Siegfried Walther (Engstrand) zeigen ausgeprochen gutes
Handwerk. (News)
Ibsens Gespenster ist ein Stück für große Schauspieler. Die Josefstadt verfügt über solche: Joachim
Bißmeier, Andrea Jonasson, Florian Teichtmeister und Gerti Drassl beherrschen die Kunst des
psychologischen Durchdringens ihrer Figuren blendend. (Österreich)
Diese spannende Lebensgeschichte (...) fordert von einer Schauspielerin enorme Kraft und
Wandlungsfähigkeit: Andrea Jonasson hat beides! (...) Besonders im Innehalten, im Erkennen der
Wahrheit überrascht die Jonasson. (...) Kongenialer Partner ist Joachim Bißmeier. Andrea Jonasson
und Joachim Bißmeier [sorgen] für spannende Stunden: als ebenso „gottsjämmerliche, lichtscheue“
Wesen, wie die Gespenster, die aus der Vergangenheit auftauchen. Jubel für beide! (Kronen Zeitung )
Mit Andrea Jonasson hat die Josefstadt eine zugkräftige Besetzung in der Rolle der Frau Alving, sie
strahlt Eleganz und Haltung aus, kleine Gesten, ein kurzes Aufrichten, sie ist enorm präsent. (...)
Joachim Bißmeier spielt den feigen moralinsauren Eiferer virtuos. (...) Florian Teichtmeister als
Osvald, voller Lebenshunger und Verzweiflung, ist ebenfalls eine glaubwürdige Unglücksfigur, die
das bittere Erbe des Vaters wie eine Erbsünde trifft. Das Finale lässt kein Pathos aus. Gerecht
verteilter Applaus. (Salzburger Nachrichten )
Die Inszenierung von Janusz Kica greift, bewusst oder unbewusst, diese Ambivalenz auf. Sie wirkt
altmodisch-verstaubt wie modern-angriffig gleichzeitig. (...) Toll spielen sie alle. (Kurier)
Frau Alving, von der brillanten Andrea Jonasson unsentimental und kühl gespielt. (...) Stärker als
sonst drängen in diese Inszenierung die beiden Proletarier ins Geschehen: Siegfried Walther als
Tischler Engstrand und Gerti Drassl als seine Tochter liefern in unverhohlenem, hässlichem Zynismus
ihren Überlebenskampf, den sie gegen die Reichen und Mächtigen führen. Auf diese Art wird der alte
Ibsen spannender und relevanter, als man zu hoffen gewagt hätte. (Neues Volksblatt )
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