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Regie und Bühnenbild
Igor Bauersima
Kostüme
Johanna Lakner
Cléo Lefreyd
Ulli Maier
Martin Solman
Alexander Pschill
unterstützt von
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Igor Bauersima
Kap Hoorn
Uraufführung
Premiere: 9. Dezember 2010
Spieldauer: ca. 2 Stunden 30 Minuten, eine Pause
"Das Kap Hoorn ist gefährlich. Man kann beim Versuch es zu umsegeln sein Leben verlieren. Oder man
kann immer von diesem Versuch träumen ohne zu leben."
Ein Mann mittleren Alters kehrt ins abgeschiedene Paradies seiner Jugend zurück: an jenen
Seestrand, an dem er - so erinnert er sich - die vollkommensten Tage seines Lebens verbracht hatte.
Hier war er ganz er selbst gewesen, ein freier Mensch. Von hier aus konnte die Welt erobert werden.
Heute verspricht er sich, dass ihm der Ort diese ursprüngliche Kraft der Unschuld zurückgeben kann,
die Gewissheit und Ruhe, die er seit Jahren vermisst. Hier kann er sein "wer er ist“. So jedenfalls
erklärt er der abweisenden, alten Dame aus guter Familie, warum er sich für ihr heruntergekommenes
Strandhaus interessiert. Die vereinsamte Frau, die von ihrem Lebensabend nichts mehr erwarten mag,
lässt sich herab und zeigt plötzliches Interesse für den Unbekannten. Das ungleiche Paar scheint
dafür gemacht, die Probleme des jeweils anderen zu lösen. Aber hinter der aufblühenden Beziehung
der beiden versteckt sich nicht nur die Ahnung einer unwahrscheinlichen Liebe, sondern auch ein
tödliches Verhängnis aus Täuschung und Selbstbetrug.
"Kap Hoorn ist eine Geschichte von der Sehnsucht nach Erfüllung, nach Freiheit, dem Recht auf
sein Leben und alles, was dieses Recht umfassen müsste."
Igor Bauersima
Pressestimmen:
Alexander Pschill lässt als Martin wieder seinen Charme spielen; eloquent bis zur Geschwätzigkeit
versucht er, die alte Dame einzuwickeln. Ein nervöser Nervenarzt als moderner Ödipus. Einer, der
des Wahnsinns, den er entfacht, eigentlich müde ist.
Ulli Maier als Cléo - Bauersima wünschte als weiteren Verfremdungseffekt eine viel jüngere
Schauspielerin für die Rolle - ist ganz Typ grimmige Großmutter. Leicht hätte diese Figur zur
Karikatur werden können, Maier aber stellt einen Menschen mit all seinen kleinen Vergesslichkeiten
und Verwirrtheiten auf die Bühne. Für beide gab's verdienten Applaus. (Kurier)
Ulli Maier, die viel, viel jünger ist, gibt der wortreichen Rolle mit arthritischen
Altersverbiegungen und mal brüchiger, mal blechener, doch immer eindringlichen Stimme ein
sensationelles Bühnenleben. Das Muttertier leidet, denn es hat sein Kind zur Ermordung weggegeben.
Es ist ein Leid an existenzieller Leere, die kein Traum vom Kap Hoorn ausfüllen kann. Solche
Verlorenheit darzustellen ist schwieriger als jedes Schmerzenszeichen wie Tränen und Haareraufen.
Ulli Maier kann es. Ihr galt der kräftige Premierenapplaus. (Wiener Zeitung )
Hut ab vor der Leistung von Ulli Maier und Alexander Pschill. (Presse)
Als Verfremdungseffekt wünscht sich der Autor Bauersima, dass diese Rolle von einer viel jüngeren
Schauspielerin gespielt wird - und Ulli Maier macht ihre Sache grandios. Sie verwendet keine groben
Mittel, die leicht ins Karikaturhafte abgleiten könnten, sondern eine Vielzahl kleiner Gesten und
Eigenheiten, vom verwirrten ständigen Umherirren und geschäftig Dinge Suchen, die sie sogleich
wieder vergisst, bis zum vorsichtigen, spielerischen Ausprobieren des von Martin gerne benutzten
Wortes "Okay". (APA)
Die zwei Schauspieler sind stark. Alexander Pschill spielt einen so verständnisvollen
Sympathieträger der Marke "too good to be true", dass man schon deshalb dran bleibt, weil man immer
nach dem Haken sucht. Und wie die famose Ulli Maier - bis zur Unkenntlichkeit auf alt getrimmt -
die schroffe, eigenbrötlerische Cléo spielt, ist eine reife Leistung. (Süddeutsche Zeitung)
Kein Geheimnis sollte bleiben, dass Ulli Maier in der Rolle und Maske einer zwar resoluten, aber
doch langsam entgleisenden 85jährigen ausgesprochen überzeugend und hinreißend ist. Alexander
Pschill macht die Figur des jungen Eindringlings rätselhaft spannend. (Österreich )
Für Alexander Pschill, vor allem aber für Ulli Maier gab es viel berechtigten Applaus. Ulli Maier,
die vor allem in Hamburg und Bochum tätig ist, gibt ihrer Figur ein Geheimnis und eine
Doppelbödigkeit. (Ö1 Danach )
Großes Lob für Maier und Pschill. (Standard)
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