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Regie, Bühnenbild und Licht
Philippe Arlaud
Kostüme
Andrea Uhmann
Choreographie
Alonso Barros
Lissa, Schutzgöttin
Ulrike Beimpold
Aline, Königin von Golkonda
Brigitte Soucek
Graf Carl von Waldau
Sascha Oskar Weis
Zilli, Alines Vertraute
Sandra Cervik
Bims, Schiffsbarbier
Adi Hirschal
Wampelino
Karl Ferdinand Kratzl
Hagar, Wampelinos Anhänger
Ronald Seboth
Usbeck
Markus Hamele
Osmin
Ruben Gabira
Bumbum, Wampelinos Diener
Ruben Gabira
Zaire
Dagmar Hütl
Nurike
Johanna Arrouas
Ruganda
Bernadette Abendstein
Bubule
Konstanze Lack
Vanilla
Eva Heindl
Melissa
Lana Francis
Wildau, Hausinspektor
Kurt Sobotka
Nicki, sein Sohn
Boris Eder / Ronald K. Hein
Kapitän
Friedrich Schwardtmann
Zimmermann
Gregor Hellinger
Tischler
Erich Altenkopf
Dachdecker
Hans Wolfgang Pemmer
Koch
Christoph Schlegel
Matrosen
Christian Graf, Christian Lick
Carls Gefolge
Christian Döring, Harald Heisz, Christian Lick
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Adolf Bäuerle
Aline oder Wien in einem anderen Weltteil
Musik von Thomas Hojsa und Peter Rosmanith nach Wenzel Müller
Premiere: 11. September 2003
Die Wiener Putzmacherin Aline wird auf wundersame Weise zur Königin der paradiesischen
Fantasieinsel Golkonda ernannt. Und alles wäre wunderbar, wenn da nicht das Wichtigste fehlen
würde: die Liebe. Um ihren geliebten Graf Carl zu finden, hat Aline überhaupt erst die Reise von
Wien aus ins Ungewisse unternommen. Doch vom Geliebten fehlt jede Spur und Aline greift zum letzten
Mittel: Zauberei. Die Zauberin Lissa aber bringt die Zaubersprüche durcheinander und stiftet
allerlei Verwirrungen, bis Aline endlich ihren Carl in die Arme schließen kann.
Aline ist eine fröhliche Traumphantasie, die sich freimütig über die Gesetze der
Wahrscheinlichkeit hinwegsetzt. Man hat Aline auch eine "wienerische Iphigenie" genannt, die
Menschenfreundlichkeit und Lebensfreude predigt. Uraufgeführt wurde das Stück mit großem Erfolg am
9. Oktober 1822. Das Zauberstück war eine Parodie auf die zu jener Zeit extrem populäre Oper
"Aline" von Henri-Montan Berton (1767-1844): 1803 uraufgeführt an der Pariser Opera Comique wurde
Aline auf sämtlichen Bühnen von New Orleans bis Moskau
gespielt und eine ganze Gattung von "Alineaden" ist daraus hervorgegangen. Freilich war Aline auch
in Wien ein wohlbekanntes Stück.
Zum Autor: Adolf Bäuerle
Bonvivant, Hochstapler, Journalist und Autor: Adolf Bäuerle war im österreichischen Vormärz
eine stadtbekannte Persönlichkeit, ein echtes "Wiener Früchterl", wie ein Zeitgenosse schrieb. 1786
in Wien geboren, hat er als 20-Jähriger die "Theaterzeitung" gegründet, seinerzeit eine der
wichtigsten Kulturgazetten, mit der er die Entwicklung des Alt-Wiener Volkstheaters maßgeblich
beeinflusst hat. Seine eigenen Stücke, Bäuerle hat immerhin 70 verfasst, gehören zu den Vorläufern
des Wiener Volksstücks. Bäuerle gilt als Wegbereiter und Vorbild von Nestroy und Raimund. Mit
Die Bürger in Wien, 1813 uraufgeführt, gelang Bäuerle sein
erster durchgreifender Erfolg; hier hat er auch die Figur des geschwätzigen "Staberls" erfunden. Am
berühmtesten wurde Bäuerles
Aline oder Wien in einem anderen Weltteil. Vor allem die
Musik, komponiert von Wenzel Müller, war seinerzeit höchst populär. Vom Erfolgsduo Bäuerle und
Müller stammt übrigens auch das Volkslied
Kommt ein Vogerl geflogen.
Als überzeugter Anhänger der alten Kaisermonarchie konnte Bäuerle mit der Revolution von
1848 wenig anfangen. Bäuerle hat in den Jahren nach '48 an Ruhm und Einfluss verloren, schließlich
fühlte sich der ehemalige Theaterpascha sogar dem Theater entfremdet. In den letzten Jahrzehnten
seines Lebens dürfte Bäuerle einen aufreibenden Kampf um seine Existenz geführt haben. Am 20.
September 1859 ist der 73-Jährige in Basel als ein von seinen Gläubigern verfolgter Flüchtling
gestorben.
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