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Regie
Peter Lotschak
Bühnenbild
Susanne Thaler
Kostüme
Michaela Mayer-Michnay
Andri
Florian Teichtmeister
Barblin
Gerti Drassl
Der Lehrer
Toni Slama
Die Mutter
Adelheid Picha
Die Señora
Miriam Japp
Der Pater
Siegfried Walther
Der Soldat
Martin Bermoser
Der Wirt
Alexander Waechter
Der Tischler
Alexander Grill
Der Doktor
Toni Böhm
Der Geselle
Erich Altenkopf
Der Jemand
Franz Tscherne
Ein Idiot
Alexander Strömer
Der Judenschauer
Ronald Kuste
Soldaten
Ingo Beck, Jakob Mayer, Philipp Schlögl / Clemens Ottawa, Billy Vavken, Elias Zolotar
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Max Frisch
Andorra
Premiere: 2. März 2006
Andri, unehelicher Sohn des Lehrers Can und der "schwarzen" Señora aus dem feindlichen Nachbarland
Andorras wird von seinem Vater als Judenkind ausgegeben, das er vor dem Zugriff der "Schwarzen"
gerettet hat. Can fügt sich dem Anpassungsdruck der gesellschaftlichen Konventionen in Andorra und
zwingt damit seinem Sohn eine Außenseiterrolle auf. Andri wird zwar von den Mitbürgern in Ruhe
gelassen, doch langsam und schleichend werden die Ressentiments stärker. Verzweifelt klammert sich
Andri an seine Liebe zu Barblin, ohne zu wissen, dass sie seine Halbschwester ist, deren Hand ihm
sein Vater deshalb verweigert. Andri macht "sein Judentum" dafür verantwortlich. Aus enttäuschter
Liebe will er nun tatsächlich "anders sein" und bereitet sich selbst sein Verhängnis. Als die
"Schwarzen" in Andorra einfallen, suchen sie in der "Judenschau" einen Juden als Schuldigen an
einem Mord und finden ihn im unschuldigen Andri.
"Du sollst dir kein Bildnis machen", dieses biblische Gebot ist das prägende Thema von
Frischs berühmtem Parabelstück. Auf erschütternde Weise zeigt sich, wie sich die Vorurteile
gegenüber dem Fremden in den Einzelnen einprägen und zur Auslöschung von möglicher Identität und
physischer Existenz führen.
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