|
|
|
|
|
|
|
Regie
Franz Morak
Bühnenbild und Kostüme
Herbert Kapplmüller
Mr. Green, früher Besitzer einer Putzerei, jetzt in Pension
Fritz Muliar
Ross Gardiner, Angestellter bei einem Kreditkartenunternehmen
Michael Dangl
|
|
Jeff Baron
Besuch bei Mr. Green
Österreichische Erstaufführung
Premiere: 9. Dezember 1999
Festvorstellung am 19.Oktober anlässlich der Verleihung des KulturPreis Europa 2001!
Der KulturPreis Europa wird zum neunten Mal verliehen. In diesem Jahr steht er unter dem
Thema "Kreative Wege zu Toleranz und Akzeptanz" und zeichnet Leistungen aus, die sich gegen
Minderheitenhaß, Fremdenfeindlichkeit und für Toleranz formulieren. Ausgezeichnet wird die
Ensembleleistung der Schauspieler Fritz Muliar und Michael Dangl, des Autors Jeff Baron und des
Regisseurs Franz Morak für "eine Produktion mit Vorbildcharakter, ein Lehrstück für Toleranz und
Akzeptanz in Bezug auf Minderheiten".
Als der junge Angestellte Ross überfallsartig in der New Yorker Wohnung von Mr. Green
auftaucht, will der ihm prompt eine Bratpfanne über den Kopf schlagen. Ross ist allerdings von
einem Richter dazu verdonnert worden, sich einmal wöchentlich um Mr. Green zu kümmern, den er
beinahe mit dem Auto überfahren hätte. Der alte Witwer und ehemalige Putzereibesitzer präsentiert
sich in dieser "Zwangsgemeinschaft" zunächst als bornierter, von Vorurteilen strotzender, in
religiösen Tabus gefangener Kauz. Dass der junge Ross ebenfalls ostjüdischer Herkunft ist,
koscheres Essen mitbringt und aufmerksam zuhören kann, stimmt Mr. Green zwar kurzfristig
versöhnlicher, als Ross ihm aber von seinen homosexuellen Neigungen erzählt, ist die vorsichtige
Annäherung zwischen den beiden Männern empfindlich gestört. Aber auch Mr. Green hat ein Geheimnis
...
Der amerikanische Autor Jeff Baron spiegelt in seiner unterhaltsamen, tragisch-komischen,
berührenden und psychologisch fein gezeichneten Männer-Komödie Gespräche, die er selbst mit
Familienmitgliedern führte oder in ähnlicher Offenheit gern geführt hätte. In einem bravourösen
Balanceakt der Emotionen erzählt er von totgeschwiegenen Einsamkeiten, zwanghaften Vorurteilen,
aber auch von deren Überwindung, von der Möglichkeit des Umdenkens, der Besinnung, der Umkehr und
der Freundschaft. Jeff Baron wurde in New Jersey geboren. Nach Abschluss der Harvard Business
School arbeitete er in der Produktentwicklung bei Firmen wie Coca Cola und American Express. Seit
1982 verfaßt er Drehbücher für Film und Fernsehen. 1996 wurde
Besuch bei Mr. Green, sein erstes Theaterstück, beim
Berkshire Theatre Festival in Massachusetts uraufgeführt.
|
|
|
|