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Regie
Janusz Kica
Bühnenbild und Kostüme
Jürgen Lancier
Basilius, König von Polen
Hermann Schmid / Peter Moucka
Sigismund, der Prinz, dessen Sohn
Herbert Föttinger
Astolf, Herzog von Moskau
Roland Jaeger
Clotald, ein Alter
Toni Slama
Clarin, ein Narr
Ronald Kuste
Estrella, Infantin
Petra Morzé / Anna Franziska Srna
Rosaura, Hofdame
Elisabeth Breckner
u.a.
und Klaus Haberl, Robert Kolar, Martin Muliar, Sebastian Pass
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Pedro Calderón de la Barca
Das Leben ein Traum
Premiere: 9. September 1999
Das Leben ein Traum kann als das erste
existenzphilosophische Drama der Weltliteratur bezeichnet werden.
Die Fragwürdigkeit und die Ungewißheit scheinbar erlebter Wirklichkeit verweisen den von
seinem Vater in frühester Kindheit verbannten und in Ketten gehaltenen Prinzen Sigismund auf seine
"Geworfenheit ins Sein" und stürzen ihn in tiefste Verunsicherung.
Nachdem er Rosaura, den ersten Menschen neben Clotald, seinem Lehrer und Wächter, erblickt
hat - "Je mehr ich dich anschaue, Desto mehr begehre ich dich anzuschauen. In ewigem Durst brennen
meine Augen, Und bringt das Trinken mir den Tod, Sie trinken immer mehr und mehr. Und so will es
mein Geschick, Daß ich am Sehen sterbe, Und tot bin ich, Weil ich zu sehen begehrt'" - erfährt
Sigismund sein Alleinsein. Im Schlaf von seinem Vater ins Schloss gebracht und dort als Prinz
erwachend, wird er zum Mörder aus Jähzorn und Laune. Danach, wieder im Turm gefangen, vermag
Sigismund nicht mehr zwischen dem Erlebten und dem Traum zu unterscheiden, doch seine Handlungen
sind zunehmend von der Angst vor irdischer Strafe bestimmt. Durch beginnende Existenzerhellung im
Durchleben von Grenzsituationen und durch die Erkenntnis des Todes als endgültiges Erwachen aus dem
Traumleben oder Lebenstraum wird der Kodex irdischer Belohnungs- oder Bestrafungsmuster
durchbrochen - für Sigismund eröffnet sich die Möglichkeit der Entscheidung über sein Handeln, als
ein Weg in die Freiheit. Durch die Wahrnehmung des Selbst im anderen, bei einer neuerlichen
Begegnung mit Rosaura, kann Sigismund sich überwinden und auch seinem Vater, den er auf dem
Schlachtfeld im Kampf um Thron und Krone besiegt, großmütig verzeihen.
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