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Regie
Herbert Föttinger
Bühnenbild und Kostüme
Rolf Langenfass
Musik
Michael Rüggeberg
Anton Hutterer, Privatier und Hausbesitzer
Franz Robert Wagner
Sidonie, seine Frau
Linde Prelog
Hedwig, beider Tochter
Maria Köstlinger
August Stolzenthaler
Franz Tscherne
Schalanter, Drechslermeister
Alexander Grill
Barbara, seine Frau
Elfriede Schüsseleder
Martin, deren Sohn
Alexander Pschill
Josepha, deren Tochter
Sandra Cervik
Herwig, Barbaras Mutter
Elfriede Ott
Johann Dunker, Geselle bei Schalanter
Erich Altenkopf
Robert Frey, Klavierlehrer
Peter Scholz /
Michael Dangl
Jakob Schön, Hausbesorger bei Hutterer
Toni Slama
Anna, sein Weib
Adelheid Picha
Eduard, sein Sohn, Weltpriester
Florian Teichtmeister
Beller, Chauffeur bei Stolzenthaler
Martin Muliar
Resi, Kindermädchen bei Stolzenthaler
Pina Babic
Mostinger, Wirt
Hans Wolfgang Pemmer
Atzwanger, Wärter im Militärgefängnis
Robert Grass
Knabe
Samuel Ebner / Nikos Heidinger / Philipp Tomsits
Gäste in der Weinstube
Arthur Fürnhammer, Gottfried Riedl, Hermann Schütz, Martin Thurnher, Elias Zolotar
Akkordeon
Bernhard van Ham / Michael Schnell
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Ludwig Anzengruber
Das vierte Gebot
Premiere: 7. Dezember 2005
Wie eine Parabel wirkt Anzengrubers spannungsgeladenes Stück, in dem er das vierte Gebot ("Du
sollst Vater und Mutter ehren") in Frage stellt. Zitiert wird dieses Gebot vom Priester Eduard
Schön, der damit die Geschehnisse vorantreibt und die Handlung ins Rollen bringt. Hedwig heiratet
auf Wunsch ihrer Eltern den reichen Lebemann August Stolzenthaler, obwohl sie den Klavierlehrer
Robert Frey liebt. Die Ehe steht unter keinem guten Stern, das gemeinsame Kind ist kränklich und
dem Tod geweiht. Am Beispiel der Drechslerfamilie Schalanter, die ihre beiden Kinder Martin und
Josepha zu Stolz, Leichtsinn und Hochmut erzogen haben, zeigt Anzengruber, wohin die elterliche
"Verziehung" führt. Martin wird zum Mörder, Josepha zur Prostituierten. Die einzelnen
Handlungsstränge sind geschickt miteinander verzahnt und so wird in packender und gleichzeitig
erschreckender Weise ein gesellschaftliches Panorama geschildert, in dem sich der Einfluss der
Eltern in fataler Weise auf das Leben der Kinder auswirkt. Als psychologische Studie wurde das
Stück auch von Sigmund Freud überaus geschätzt.
Pressestimmen:
"
Das Vierte Gebot wurde in einer hart skelettierten
Bearbeitung durch Regisseur Herbert Föttinger zum riesigen Publikumserfolg. Herbert Föttinger, der
künftige Josefstadt-Chef, hat sein hervorragendes Ensemble meisterhaft geführt. Alle Schauspieler
sind minutiös geführt und machen in wenigen Sätzen das Anliegen Anzengrubers und die Absichten
Föttingers klar. Ausgezeichnet Alexander Pschill als verzogener Martin, der in der Todeszelle den
verkommenen Eltern ausweicht." (Kronen Zeitung)
"Föttinger setzt auf großes Schauspielertheater in teils modernem Gewand. Es sind die
Schauspieler, die das Stück tragen: Maria Köstlinger als Hedwig etwa spielt fast Horváth, trifft
den tragischen Tonfall sehr gut. Wie auch Sandra Cervik, die sich als Josepha selbst in ihrem
kleinen Huren-Dasein einen Rest an Anstand und Stärke bewahrt." (Kurier)
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