Regie
Hans Gratzer
Bühnenbild und Kostüme
Rolf Langenfass
und
Hanspeter Horner

Astragalus, der Alpenkönig
Erich Schleyer
Herr von Rappelkopf, ein reicher Gutsbesitzer
Herbert Föttinger
Sophie, seine Frau
Sandra Cervik
Malchen, seine Tochter
Johanna Arrouas
August Dorn, ein junger Maler
Markus Schöttl
Herr von Silberkern, Sophies Bruder
Siegfried Walther
Lieschen, Malchens Kammermädchen
Bernadette Abendstein
Habakuk, Bedienter bei Rappelkopf
Ossy Kolmann
Sebastian, Kutscher
Friedrich Schwardtmann
Sabine, Köchin
Susanna Wiegand
Alpanor, Alpengeist
Ronald K. Hein / Markus Hamele
Christian Glühwurm, ein Kohlenbrenner
Heinrich Herki
Marthe, sein Weib
Marianne Chappuis
Salchen, deren Tochter
Karin Lischka
Die Kinder
Antonia Jung / Mariella Grünsteidl, Nicolas de Cillia / Janos Guttmann, Samuel Machto / Mathias Seelmann

Herbert Föttinger, Sandra Cervik
Ferdinand Raimund
Der Alpenkönig und der Menschenfeind
Musik von Wenzel Müller und Gerhard Gruber

Premiere: 4. Dezember 2003

Rappelkopf, betrogen und beinahe um sein Vermögen gebracht, macht seinen Mitmenschen durch seine krankhaften Wahnvorstellungen das Leben zur Hölle. Überall wittert er Komplotte und Anschläge auf sein Leben, sogar den harmlosen Diener verdächtigt er, ihm nach dem Leben zu trachten. Deshalb flieht er in die Einsamkeit des Waldes. Da tritt Astragalus, der Alpenkönig, auf den Plan, um ihn zu kurieren: Er selbst nimmt die Gestalt Rappelkopfs an und lässt diesen als seinen Schwager Silberkern auftreten. So sieht Rappelkopf, wie widerwärtig sein Treiben war, und diese Selbsterkenntnis lässt ihn vom Menschenfeind zum Menschenfreund werden.

Ferdinand Raimund spielte bei der Uraufführung 1828 im Theater in der Leopoldstadt selbst den Rappelkopf. Das Stück wurde zum ersten und bislang letzten Mal im Jahr 1833 im Theater in der Josefstadt aufgeführt. Raimunds Theaterklassiker ist von einem ambivalenten Bruch geprägt: Der Alpenkönig und der Menschenfeind hat noch etwas von einem barocken Märchen, beinhaltet aber auch schon die Selbstanklage eines modernen, existentiell erschütterten Menschentums.