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Regie
Hans Gratzer
Bühnenbild
Christoph Speich
Kostüme
Toni Wiesinger, Esther Geremus
Choreographie
Alonso Barros
Herr von Dappschädl, ein reicher Gutsbesitzer
Erich Schleyer
Henriette, seine Mündel
Johanna Arrouas
Frau von Steinbach, Witwe
Adelheid Picha
Carl, ihr Neffe
Erich Altenkopf
Grund, Dappschädls Kammerdiener
Alexander Waechter
Sepherl, eine Magd
Karin Lischka
Martin, Richter
Robert Grass
Steffel, Bauer
Ronald K. Hein
Strohmann, Bauer
Heinrich Herki
Ein Räuberhauptmann
Sascha Oskar Weis
Erster Räuber
Heinrich Herki
Zweiter Räuber
Ronald K. Hein
Matz Stixlmann
Siegfried Walther
Lunara, die Traumkönigin
Caroline Vasicek /
Dagmar Hütl
Eine schwarze Gestalt
Toni Slama
Die älteste Hexe
Marianne Chappuis
Die zweite Hexe
Roswitha Soukup
Hexen, Lunaras Genien, Landvolk
Lisa Gray, Konstanze Lack, Daniela Nitsch, Izabel Padovani
Räuber, Bauern, Landvolk
Christian Burkhardt, Marcelo Cardoso Gama
Sir Punschington, ein Engländer
Toni Slama
Miss Lunar, seine Nichte
Caroline Vasicek /
Dagmar Hütl
Madame Point d´Honneur, Witwe
Marianne Nentwich
Emilie, ihre Tochter
Bernadette Abendstein /
Doris Nitsch
Siegwart Point d´Honneur, ihr Sohn
Sascha Oskar Weis
Madame Klang, Singmeisterin
Christine Jirku
Peppi, Henriettes Kammerjungfer
Roswitha Soukup
Joseph
Ronald K. Hein
Johann
Heinrich Herki
Ein Grenadier
Ronald K. Hein
Madame Subtile, Marchande de Mode
Marianne Chappuis
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Johann Nestroy
Mann, Frau, Kind oder Der Tod am Hochzeitstage
Musik von Gerhard Gruber
Premiere: 18. September 2003
Am Tag der Hochzeit stirbt die junge Braut des reichen Herrn Dappschädel. Seit diesem tragischen
Ereignis, das zu Beginn des Stücks immerhin schon 25 Jahre her ist, gefällt sich der Schürzenjäger
in der Rolle des Melancholikers. Scheinbar untröstlich über den Verlust seiner Frau, ist der Witwer
in Wahrheit die ganze Zeit über hinter jedem Rock her. Bis die Traumkönigin Lunara dem alternden
Charmeur mit Hilfe zweier Träume eindrucksvoll vorführt, dass Dappschädl seine Frau, wäre sie am
Leben geblieben, mit seinen fortwährenden Liebesabenteuern todunglücklich gemacht hätte. Dappschädl
wird ob dieser traumhaften Beweisführung geläutert und gewährt schließlich seinem Mündel die aus
"Grantigkeit" lang verweigerte Erlaubnis zur Heirat. Am Ende traut sich der nun gebesserte
Dappschädl sogar selbst wieder vor den Traualter.
Das Stück wurde am 18. August 1829 im Theater in der Josefstadt uraufgeführt. Nestroy hat das
"Besserungsstück" im Alter von 28 Jahren geschrieben, und seine Erfahrungen mit der eigenen
zerbrochenen Ehe dürften darin eingeflossen sein. Seine reichlich pessimistische Sicht der Ehe hat
bei Nestroys Zeitgenossen keinen großen Anklang gefunden. Das hat sich im Lauf der Rezeption
freilich geändert. Karl Kraus etwa, der Nestroy für das 20. Jahrhundert wieder entdeckt hat, ist
bei dem Stück geradezu ins Schwärmen geraten: "Seitdem ich Nestroy kenne, ist mir dieses
Zauberstück als eines der in ihrer Leichtigkeit und Luftigkeit gewichtigsten erschienen, um der
Fülle der Beweise willen, wie da die Charakterzeichnung alles vom Wort empfängt, um ihm nichts
schuldig zu bleiben, und jeder Satz förmlich die Kugel ist, die durch die Figur in die Welt
schlägt." Der Germanist Franz M. Mautner äußerte sich folgendermaßen: "Vom burlesk Albernen gehen
der Dialog und die Handlung ins Absurde über, vom Absurden ins Surrealistische, inmitten
cartoonhafter Wirklichkeit".
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