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Regie
Werner Sobotka
Bühnenbild
Amra Bergman-Buchbinder
Kostüme
Elisabeth Gressel
Musikalische Arrangements
Christian Frank
Choreografie
Ramesh Nair
Conférencier
André Eisermann
Sally Bowles
Ruth Brauer-Kvam /
Eva Mayer
Clifford Bradshaw
Martin Hemmer
Fräulein Schneider
Lotte Ledl
Herr Schultz
Kurt Sobotka
Ernst Ludwig
Ferdinand Stahl
Fräulein Kost / Rosi
Caroline Frank
Helga
Simone Niederer
Betti
Miriam Mayr
Inge
Maja Pihler
Bobby / Taxifahrer / Matrose
Stefan Konrad
Viktor / Gorilla / Matrose
Ronnie Veró Wagner
Hermann / Zollbeamter / Max / Matrose
Michael Clauder
Hitlerjunge
Fabio Felsberger /
Lukas Kuhn
unterstützt von
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Joe Masteroff / Fred Ebb / John Kander
Cabaret
Premiere: 16. September 2010
Spieldauer: ca. 2 Stunden 30 Minuten, eine Pause
Nach dem Schauspiel "Ich bin eine Kamera" von John van Druten und Erzählungen von Christopher
Isherwood
Das Berlin der 20er lässt sich nicht unterkriegen. Je schwerer die Zeiten, desto wilder das
Verlangen nach Unterhaltung und Zerstreuung. Man will nicht wahrhaben, dass es eigentlich nichts zu
lachen gibt, und man will sich ablenken lassen. Das Stichwort heißt Revue und das Rezept ist
einfach: Ausstattung, Stars und Girls, Girls, Girls.
Der junge, amerikanische Schriftsteller Clifford Bradshaw reist nach Berlin, um dort einen
Roman zu schreiben. Durch eine Zugbekanntschaft, dem Deutschen Ernst Ludwig, kommt er in der
Pension des Fräulein Schneider unter. Gleich am ersten Abend, Silvester 1929, lernt er die
außergewöhnliche Sally Bowles kennen, die im Kit-Kat-Club als Sängerin arbeitet und allabendlich
von einem zwielichtigen Conférencier angekündigt wird. Während Cliff und Sally sich immer näher
kommen, verdunkelt sich durch die immer mächtiger werdenden Nationalsozialisten die Atmosphäre in
Berlin… und im Freundeskreis von Sally und Cliff.
Cabaret war bereits bei seiner Uraufführung 1966 in New York (produziert und inszeniert von
Harold Prince) ein sensationeller Erfolg und gewann neun Tony Awards, darunter für das beste
Musical, den besten Komponisten und Songschreiber. In Bob Fosses Verfilmung von 1972 faszinierten
Liza Minnelli, Michael York, Joel Grey und Helmut Griem. Der Film erhielt acht Oscars.
Pressestimmen:
Eisermann ("Kaspar Hauser", "Schlafes Bruder") ist in der gelungenen Inszenierung von Werner
Sobotka, an der auch Choreograph Ramesh Nair keinen geringen Anteil hat, eine Idealbesetzung. Er
singt ausgezeichnet (man setzt auf elektronische Verstärkung) und trifft auch sonst den richtigen
Tonfall zwischen vulgär und charmant (...). Kurt Sobotka ist zum Niederknien. (...) Nach
zweieinhalb Stunden viel Freude, Jubel und Applaus. (APA)
Ruth Brauer-Kvam als fabelhaft singende (toll die kleine Band unter der Leitung von Christian
Frank) und exzellent spielende Sally. (…) Ausgezeichnet auch Caroline Frank als promiskuitives
Fräulein Kost. (Kurier)
Als dieser Conferencier ist André Eisermann schriller, greller und angsterregender, als man ihn je
erlebt hat, er ist wie ein Teufel, der den Zuschauer der Kammerspiele bei der Hand nimmt und
geradewegs in die Hölle führt.
Das Wunder des Abends heißt allerdings Ruth Brauer-Kvam, die in der Figur der Sally wohl die
Rolle ihres Lebens gefunden hat. Dass ein so zartes Geschöpf über eine solche „Röhre“, eine so
große, stilsichere, best geführte Stimme verfügt, ist schon sensationell, aber wie sie Sallys
hektische Glückssuche und fatalen Untergangswillen spielt, das muss jeden fühlenden Zuschauer tief
berühren. Sie hat in dem sympathischen Martin Hemmer als Schriftsteller Cliff einen Partner, der
sich nie in den Vordergrund spielt und doch immer da ist. Der heikelste Teil der Handlung dreht
sich um Fräulein Schneider und Herrn Schultz, das alte Paar, das sich in später Zuneigung finden
möchte. Kurt Sobotka ist in seiner zarten Galanterie rührend, aber wie Lotte Ledl die Frau spielt,
die aus Angst vor den Nazis auf die Ehe mit dem Juden verzichtet, das sagt viel über
Alltagsmenschen aus, die nicht mutig und nicht heroisch waren, sondern nur in Zeiten, wo sich die
politische Fahne ununterbrochen drehte und wendete, immer bloß überleben wollten. Eine große
Leistung. Aber auch Caroline Frank als die vollmundige Berliner Nutte und Ferdinand Stahl als der
Nazi, der eigentlich ganz „normal“ wirkt, bis er die Maske fallen lässt, sind echte Figuren, die
leben und nicht Musical tanzen. (Merker)
Amra Bergman-Buchbinder barg „Cabaret“ in einer bizarr-intimen Kelleroptik. Die mit den
übertechnisierten Musicalhallen leicht konkurrieren kann. (…) Brauer stützt ihre geschmeidige Figur
mit fester Stimme und dem Charme ihres oft weltverlorenen Gesichts. Ein Schritt weiter zum
veritablen Star. (…) Szenenapplaus nach jedem Lied, Lobeslärm am Ende für alle. (Wiener Zeitung)
In flottem Tempo herrscht (…) von der ersten Musiknummer an eine mitreißende Stimmung, die das
fantastische Ensemble über gute zweieinhalb Stunden aufrecht hält. (Standard)
Ruth Bauer- Kvam (Sally Bowles) und André Eisermann sind fabelhaft. Sie singt und agiert großartig,
naiv ängstlich mit beklemmenden Witz. Eisermann zeigt einen lasziven, dämonischen Conférencier. (News)
Das Stück, dessen politische Haltung von zeitlosem Interesse ist, mit ein paar brillanten
Musiknummern (…) hat auch in den Kammerspielen aufs Neue begeistert. Werner Sobotka führt glänzend
Regie, das gelungene Bühnenbild von Amra Bergman-Buchbinder postiert die Musiker ganz oben auf
einem hohen Kasten. (…) Der Inder Ramesh Nair ist für die beeindruckende Choreografie
verantwortlich. (…) Das Publikum was betroffen und applaudierte berührt. (Kronen Zeitung)
Ruth Brauer-Kvam begeistert mit gloriosem Gesang und einer ungemein feinfühligen Rollengestaltung. (Österreich)
„Cabaret“ schadensfrei auf die kleine Bühne der Wiener Kammerspiele inklusive eines verkleinerten
Orchesters zu bringen, ist schon eine besondere Leistung an sich, aber was Bearbeiter und Regisseur
Werner Sobotka da geleistet hat, kann man rundweg als recht feine Arbeit bezeichnen. (…) Alles in
allem (…) eine gelungene Aufführung auch für Theatergänger, die nicht unbedingt zu den
Hardcore-Fans des Musicalgenres zählen. Lauter Applaus und Jubel des Premierenpublikums. (OÖ Nachrichten )
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