Regie
Fritz Muliar
Bühnenbild und Kostüme
Maxi Tschunko
Kostüme
Eszter Kovsznay
Musik
Michael Rüggeberg

Josef Schwejk, Hundehändler in Prag
Martin Zauner
Baloun
Klaus Schöch
Woditschka, ein Bursche vom Land
Nicolaus Hagg
Oberleutnant Lukasch
Christoph Zadra
und mit
Tanina Beess
Doris Nitsch
Elfriede Schüsseleder
Margarethe Tiesel
Susanna Wiegand
Peter Moucka
Martin Muliar
Hans Wolfgang Pemmer
Gideon Singer
Kurt Sobotka
Franz Suhrada
Franz Robert Wagner

Martin Zauner, Christoph Zadra
Jaroslav Hasek / Robert Gillner
Die Geschichte vom braven Soldaten Schwejk

Premiere: 6. April 2006

Szenenfotos

Der Hundehändler Josef Schwejk gerät durch ein Missverständnis in die Wirren des Ersten Weltkriegs. Das Schicksal der österreichischen Armee ist ihm jedoch vollkommen gleichgültig, und so beginnt er - von amtsärztlicher Seite für unzurechnungsfähig erklärt - mit den einfachsten und naheliegendsten Mitteln, seinen ganz persönlichen Kleinkrieg gegen den stupide-bürokratischen, von staatlicher Willkür gekennzeichneten Militärapparat  zu führen. Scheinbar naiv und geradezu entwaffnend einfältig erfüllt er alle Aufträge mit solch pedantischer Korrektheit und übertriebenem Gehorsam, dass er damit auf unangreifbare Weise ihren eigentlichen Sinngehalt ad absurdum führt und ihre Lächerlichkeit offenbart. Nach verschiedenen Stationen im Gefängnis und an der Front gerät Schwejk schließlich in russische Kriegsgefangenschaft; und doch soll aller widrigen Umstände zum Trotz am Ende sein optimistischer Satz "Also nach'm Krieg um sechs im Kelch!" - gemeint ist ein Prager Wirtshaus - in Erfüllung gehen.

Mit der Figur des braven Soldaten Schwejk hat Jaroslav Hašek ein Sinnbild der individuellen Revolte im Kleinen gegen jegliche Art von Diktatur geschaffen; es ist die Geschichte eines neuzeitlichen Sancho Pansa, der sich mit Hilfe seines unverwüstlichen Humors aus jeder noch so pikanten Situation zu retten vermag, auf diese Weise seine eigene Freiheit verteidigt und nebenbei noch die meist unfreiwillige Komik der ressentimentbeladenen Machthaber der k. u. k. Kriegsmaschinerie zur Schau stellt. 

Regie führte Fritz Muliar, dessen legendäre Darstellung des Schwejk in einer Fernsehserie der Siebzigerjahre unvergessen ist.


Pressestimmen:

Fritz Muliar inszeniert die Dramatisierung Robert Gillners klug, sparsam, genau. Er macht glaubhaft, wie es dem "kleinen Mann" gelingt, sich in der Maske des Dummkopfs durchzumogeln und als Bursche des Oberstleutnant Lukasch den Ersten Weltkrieg zu überleben.Muliar gelingt in der originellen Ausstattung Maxi Tschunkos eine amüsant hintergründige Produktion, in der alle genaue Typen zeichnen. Angeführt werden sie vom beeindruckenden "Schwejk" Martin Zauner und dem komödiantischen "Woditschka" von Nicolaus Hagg. Da darf mitgedacht und mitgelacht werden.
(Kronen Zeitung)