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Fassung und Regie
Felix Dvorak
Bühnenbild
Renate Rieder
Kostüme
Eszter Kovasznay
Musikalische Einrichtung
Michael Rüggeberg
Fritz Beermann, ein wohlhabender Bürger
Harald Serafin
Lina Beermann, seine Frau
Adelheid Picha
Effie Beermann, beider Tochter
Katharina Straßer /
Patrizia Köhle
Elvira Lund, Verwandte der Beermanns
Inge Maux
Dr. Moritz Hauser, Rechtsanwalt
Manfred Schmid
Prof. Otto Wasner, Gymnasiumsdirektor
Christian Futterknecht
KommRat Adolf Bolland, Fabrikant
Friedrich Schwardtmann
Klara Bolland, seine Frau
Monika Tajmar
Hans Jakob Dobler, Dichter
Michael Schiemer /
Robert Herzl
Melanie Koch-Pinneberg, Malerin
Dessislava Urumova
KonsiRat Anton Hartl, Stadtpfarrer
Robert Grass
Oskar Ströbel, Polizeirat
Felix Dvorak
Josef Risanek, Polizeischreiber
Rudolf Pfister
Baron Simbach, Bezirkspolizeidirektor
Marko Pustisek
Madame Ninon de Hauteville, Private
Nina Gabriel /
Nicole Beutler
Bodo Graf von Zürnberg, k.k. Kammerherr und Adjutant
Gideon Singer
Betty, Mädchen bei Beermann
Elke Schwab
Ein Wachmann
Claudio Hiller
Enrico Dellamare, Operntenor
Michael Schiemer
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Ludwig Thoma
Moral
Premiere: 14. Oktober 2004
Der wohlhabende Bürger Fritz Beermann will als Kandidat für die Liberalkonservativen in den Wiener
Reichstag einziehen. Gefördert von christlich-sozialen und deutschnationalen Freunden, wie dem
Gymnasialdirektor Wasner und dem Gummiwaren-Fabrikanten Adolf Bolland, soll er als
"Überparteilicher" die Stimmen der Nationalen gewinnen und den Sozialdemokraten Paroli bieten.
Außerdem bekleidet Beermann ein wichtiges Amt - er ist Präsident der nationalen Liga für Zucht und
Ordnung, eine neue Einrichtung, die für die Einhaltung der gesellschaftlichen Moral zu sorgen hat.
Da wird die Edelprostituierte Ninon de Hauteville verhaftet, die peinlicherweise Tagebuch über
jeden einzelnen ihrer Besucher geführt hat. Polizeirat Ströbel, Chef der Sitte, macht sich
energisch an die Aufklärungsarbeit. Beermann, ein eifriger Kunde der Dame, kommt ins Schwitzen und
stiehlt das Tagebuch. Mit seinen honorigen Freunden beschließt er, dass der Prozess unbedingt
niedergeschlagen werden muss, denn "das Volk soll an die Moral der Höherstehenden glauben, das ist
wichtiger, als Moral zu besitzen".
In dieser spritzigen Komödie um Scheinheiligkeit, Tabus und die Fragwürdigkeit der
ehrenwerten Herren, spielt Harald Serafin die Hauptrolle, Regie führte Felix Dvorak.
Pressestimmen:
"Harald Serafin entzückt als Privatier Beermann. (...) Der alte Operetten-Charmeur und
erfolgreiche Mörbisch-Intendant rudert gar köstlich im Dilemma zwischen Separée und Salon und
sichert sich die meisten Lacher. So wird anständig Komödie gespielt." (Die Presse)
"Dvorak hat das Stück bieder, aber unterhaltsam, mit Freude am Schrulligen inszeniert.
Publikumslieblinge sorgen für eine fröhliche Pointenjagd, allen voran Harald Serafin als Beermann
und Dvorak selbst als Polizeirat Ströbel. Ein Duo infernal der Wendehälse. Eine Hetz." (Kronen
Zeitung)
"Wenn Serafin in Aktion ist, gewinnt Thomas literarische Attacke auf Scheinmoral, Heuchelei
und Spießertum an Fahrt. Denn Serafin ist einfach die Idealbesetzung für den honorigen
Sittenwächter Fritz Beermann. Mit Würde zieht sich Gideon Singer aus der amourösen Affäre; auch
Friedrich Schwardtmann hat köstliche Momente." (Kurier)
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