Regie
Janusz Kica
Bühnenbild
Kaspar Zwimpfer
Kostüme
Karin Fritz

Antonio Salieri
Herbert Föttinger
Wolfgang Amadeus Mozart
Florian Teichtmeister
Constanze Weber, seine Frau
Daniela Golpashin
Joseph II., Kaiser von Österreich
Michael Dangl
Graf Johann Kilian von Strack, Kaiserlicher Kammerherr
Peter Moucka
Graf Franz Orsini-Rosenberg, Direktor der Nationaloper
Peter Scholz
Baron Gottfried van Swieten, Präfekt der Nationalbibliothek
Siegfried Walther
Zwei Venticelli, "Lüftchen", Zuträger von Informationen, Klatsch und Gerüchten
Roman Blumenschein
Simon Dietersdorfer

Florian Teichtmeister
Peter Shaffer
Amadeus

Premiere: 5. Mai 2011

Shaffers effektvolles, pompöses Bilderbogen-Stück erzählt von Antonio Salieri, der in Wien als der gefeiertste Opernkomponist verehrt wird - bis der junge Mozart auftaucht, dessen irrlichterndes Genie eine vitale Bedrohung für den Etablierten bedeutet. Dass der historische Salieri seinen jungen Rivalen gehasst, verleumdet und nach Kräften geschädigt hat, ist glaubhaft; und mit dem Gerücht, er habe, von Neid zerfressen, den unendlich Begabteren tatsächlich vergiftet, musste Salieri sich bis zu seinem Tod herumschlagen. Schon Alexander Puschkin hat 1830 ein Theaterstück über diese Mord-Kolportage geschrieben. 

Doch erst Shaffer gibt der Affäre den imposanten metaphysischen Dreh: Bei ihm ist Salieri der einzige, der Mozarts Genie überhaupt erkennt. Er begreift, dass alles, was er selbst mit äußerster Kunstfertigkeit zu komponieren vermag, nichts ist gemessen an den Himmelsmelodien, die Mozart in unerschöpflichem Leichtsinn bloß so aufs Papier fetzt - und ihm, dem frommen Asketen, erscheint das als unerträgliche Ungerechtigkeit Gottes. So macht er sich auf, Mozart zu vernichten, um Gott selbst und dessen Weltordnung ins finstere Herz zu treffen.

"Es ist zwar schade um so ein großes Genie, aber wohl uns, dass er tot ist. Denn hätte er länger gelebt, so hätte man uns wahrscheinlich kein Stück Brot für unsere Kompositionen gegeben."
Antonio Salieri (1750-1825) über Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Peter Shaffers Amadeus war Vorlage für den oscarverwöhnten Film von Milos Forman.