Regie
Franz Wittenbrink
Musikalische Leitung
Franz Wittenbrink
Christian Frank
Bühnenbild
Thomas Oláh
Kostüme
Nini von Selzam

mit
Ruth Brauer-Kvam
Maria Köstlinger
Sona MacDonald
Louise Martini
Eva Mayer
Elfriede Ott
Susanna Wiegand
Michael Dangl
Martin Hemmer
Oliver Huether
Toni Slama
Kurt Sobotka
Siegfried Walther

Elfriede Ott
Franz Wittenbrink
Eh wurscht
Uraufführung

Premiere: 4. November 2010

Frank Wittenbrink hat ein neues Theatergenre erfunden, den Wittenbrink-Abend: eine als szenischer Liederabend getarnte, mal liebevoll feine, mal ironisch grobe, immer nachdenklich-vergnügliche Menschenbeobachtung. Das Besondere daran ist, dass die von ihm erfundenen Figuren ihre Konflikte, Sehnsüchte, Gedanken und Gefühle ausschließlich durch und mit ihren Liedern erzählen. Durch die Art und Weise, wie bekannte Schlager, Lieder, Chansons aneinanderreiht bzw. gegeneinander gesetzt werden, der Text verändert wird und durch die darum herum gespielten Situation erzählt er jeweils einem Rahmenthema angepasste, meist lustige, aber durchaus auch zum Nachdenken anregende Geschichten. Die Musikauswahl wird meist in der Probenphase in Zusammenarbeit mit den Schauspielern erarbeitet. Hier wird keinerlei Unterschied gemacht zwischen U- und E-Musik - genommen wird, was von der Stimmung passt. Was nicht passt, wird nach Belieben arrangiert, umgetextet oder gleich neu komponiert. 

"Wittenbrink bringt den Theatern, was sie sonst nicht oder kaum haben: Lieder aller Art, jeder Machart, jedweder Zeit. Darin besteht die große Überraschung der Abende, die einem den Spaß bringen, den populäre Musik verheißt, und einem doch den Kitzel des Entdeckungen-Machens und des amüsierten Überraschtseins nicht versagen. Eine schwebende Leichtigkeit entsteht dabei, die jenseits bloßer musikalischer Zerstreuung liegt." 
Süddeutsche Zeitung

Ein Würstelstand in Wien.
Wo, wenn nicht hier, treffen sich Eingeborene und Touristen, Genies und Wahnsinnige, Operngänger und Frauenmörder, Vorstadtteenies und alte Grantler?
Ob wer sein Glück findet, sei dahingestellt. Ob das wirklich Käse ist in der Krainer: ebenso.
Hat er nun oder nicht sein Weib entleibt?
Kriegen sie sich am Ende?
War das etwa Haschisch?
Inwieweit interessiert das die Kieberei?
Und was soll eigentlich der Pandabär?
Fragen Sie nicht. Oder fragen Sie den Rosenverkäufer.
Aber auch der wird Ihnen vermutlich nicht sagen können, warum hier dauernd gesungen wird.
Ist das vielleicht eine Oper?
Und ob das, was da alles am Würstelstand passiert, wirklich „eh wurscht“ ist, das werden Sie auch erst rauskriegen, wenn Sie selbst hingehen.
Franz Wittenbrink