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Regie
Klaus Pohl
Bühnenbild und Kostüme
Rolf Langenfass
Karl Meier, Sandler, früher Stardirigent
Otto Schenk
Christopher Denezki, Komponist
Michael Dangl
Lucie Schmitt, arbeitslose Tänzerin, Verlobte von Christopher
Therese Lohner
Siggi Blaustein, Agent
Gideon Singer
Walter, Würstelverkäufer
Peter Moucka
Erika, junge Frau ohne Mann
Eva Mayer
unterstützt von
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Klaus Pohl
Einmal noch
Uraufführung zum 80. Geburtstag von Otto Schenk
Premiere: 10. Juni 2010
Spieldauer: ca. 2 Stunden 30 Minuten, eine Pause
Karl Meier, ehemaliger Stardirigent, hat der Bühne schon seit Jahren den Rücken zugekehrt. Mit
einem Paukenschlag hatte er das Podium verlassen, weil die Leistung des Orchesters seinen
Ansprüchen nicht gerecht werden konnte. Nun lebt er auf der Straße und ist obendrein auch dem
Alkohol verfallen. Als eine berühmte Sängerin stirbt, die unter seiner Leitung traumhafte
Aufführungen gesungen hatte, beginnt die fieberhafte Suche nach dem verschollenen Genie Meier, der
das Abschiedskonzert bei ihrer Trauerfeier dirigieren soll.
Interview mit Otto Schenk von Michael Dangl zum Anhören:
> Link
Pressestimmen:
Otto Schenk läuft zur Hochform auf, wenn er – von Dangl am Flügel unterstützt – zahlreiche Werke
der Musikgeschichte „dirigiert“ und sarkastische Kommentare zur Interpretation einzelner (fiktiver)
Musiker abgibt. (APA)
Da parodiert er Musiker und Sänger, kurzum den ganzen Musikbetrieb mit einer Verve, dass kein Auge
trocken bleibt. (Falter)
Schenk (...) entzückt wohl nicht nur seine Freunde und Fans. Als Alkoholiker wirkt er naturgemäß
etwas unglaubwürdig, als Verzweifelter begeistert er umso mehr – und vollends als Dirigent. Das
Bild wie Karl Mayer, der frühere Sandler, sich noch einmal entschließt, für die verehrte und 17
Jahre lang vergeblich geliebte Diva das Pult zu erklimmen, wird man niemals vergessen: die
rundliche, vertraute Gestalt, die sich halb im Schatten, halb im Licht, langsam im Kreise dreht –
Wunder des Theaters. Es gibt auch sonst immer wieder berückend magische Momente an diesem Abend.
Michael Dangl ist in der Tat ausgezeichnet. Er holt das Äußerste an Seele aus seiner (...) Rolle
als vernachlässigter Sohn der Diva, Christopher, heraus (...). (Presse)
Mit leisem Lächeln lauscht er nur für ihn hörbaren Sphärenklängen, unternimmt nach der Nachricht
von Annas Tod, die für ihn – vor allem als Isolde – die Inkarnation der Musik schlechthin bedeutet,
einen skurrilen Selbstmordversuch und lässt sich widerstrebend zu seinem letzten Auftritt
überreden. Beeindruckend die Momente vor dem Hinaustreten vors Orchester, wenn er – ein Schnapsglas
in der Hand – von der (ihm seit jeher bekannten) Angst vor dem Versagen übermannt wird, sich
schließlich aber aus künstlerischer Verantwortung den tröstlichen Schluck versagt. (Wiener Zeitung)
Vor allem ist „Einmal noch“ eine sehr liebenswerte Hommage an Otto Schenk und dessen große Liebe,
die Oper. Und natürlich bekommt Schenk auch Gelegenheit zum Parodieren und Blödeln. Michael Dangl
beeindruckt in der Rolle des Komponisten durch tolles Klavierspiel, Therese Lohner und Eva Mayer
steuern sehr schöne sprachliche Töne bei. Schenk selbst spielt sparsam, und das tut ihm gut, er
gewinnt an Klarheit und Aufrichtigkeit. Eine starke Darstellung. (...) Der Schauspieler, Regisseur
und Dramatiker Klaus Pohl schrieb Schenk zum Geburtstag ein entzückendes Stück auf den Leib. (...).
Dieses Stück ist eine sehr gescheit und bühnengerecht geschriebene, sehr dezent an Thomas Bernhard
erinnernde Hommage an die Musik – und an Otto Schenk. Der Text ist Schenk so geschickt in den Mund
gedichtet, dass dessen oft klischeehaft kritisierte Sprache – die Verzögerungen, die Pausen, die
synkopoerten Vokale – hier die einzig richtige Möglichkeit der Interpretation darstellt. Otto
Schenk läuft wie bestellt zur Höchstform auf, großartig, auch am Klavier, unterstützt von Michael
Dangl. (Kurier)
Schenk, wie er leibt, lebt und das Theater mit ganzem Wienerherzen liebt. (...) Mit dramaturgisch
einfachem Faden verknüpft Pohl die schönen, passenden Sätze zur Geschichte von einem, der die
Künstlerehre verlor und sie mit Hilfe Christophers (gefällt, auch als Pianist: Michael Dangl), des
Sohnes der Primadonna und dessen Verlobter Lucie (erfrischend: Therese Lohner) für einen
triumphalen Abend lang wiedererlangt. Pohl hat das alles auch als Regisseur in eine ungekünstelte
Form gebrach, lässt die Charaktere im perfekt funktionierenden Bühnenbild von Rolf Langenfass für
sich sprechen, selbst die wienerischen Nebentypen wie Gideon Singer als Agent, Peter Moucka als
Würstelverkäufer und Eva Mayer als „junge Frau ohne Mann“.
(Kronenzeitung)
(...) der Otti Schenk absolvierte sein Einpersonenstück für sechs Schauspieler derart frisch,
hochkonzentriert und mit seinem typisch larmoyanten Raunzen, dass man bei jedem ehrfürchtigen
Szenenapplaus an Maradona denken musste (...). (FAZ)
Er grantelt, weisheitelt, pointelt, sarkastelt, weltschmerzlt und sehnsüchtelt vor sich hin – und
ist ganz in seinem Element. Otto Schenk ist Otto Schenk. (Salzburger Nachrichten)
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