Victor-Emmanuel Chandebise, Direktor der Boston Life Company in Paris, vernachlässigt seine
Frau. Raymonde ist alarmiert und beschließt, seine eheliche Treue durch ein fingiertes Rendezvous
in einem zweifelhaften Etablissement auf die Probe zu stellen. Mit dieser weiblichen List setzt sie
einen Mechanismus in Bewegung, der rasch außer Kontrolle gerät.
Fallensteller, Jäger, Gejagte, Warner geraten – ahnungslos – in die immer
schneller rotierende Maschinerie der Handlung. Denn nur das Publikum weiß, dass Chandebise einen
Doppelgänger besitzt, den Hoteldiener Poche, der ihm in Wesen, Stimme und Aussehen so absolut
ähnlich ist, dass sich alle – Raymonde, der Hausarzt, der Kammerdiener und der Chef
Poches – täuschen lassen.
Floh im Ohr besticht mit einer brillanten Dramaturgie und fasziniert mit perfekt geplantem
Irrwitz.