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Regie
Stephanie Mohr
Bühnenbild
Miriam Busch
Kostüme
Alfred Mayerhofer
Musik
Joachim Steffenhagen
Arkadij Sergejitsch Islajew, reicher Gutsbesitzer
Peter Scholz
Natalja Petrowna, seine Frau
Maria Köstlinger
Kolja, ihr Sohn
Skye MacDonald /
Simon Morzé
Verotschka, ihre Pflegetochter
Hilde Dalik
Anna Semjonowna Islajewa, Islajews Mutter
Sigrid Marquardt
Lisaweta Bogdanowna, Gesellschafterin
Sona MacDonald
Michajlo Alexandrowitsch Rakitin, Freund des Hauses
André Pohl
Alexej Nikolajewitsch Beljajew, Student, Koljas Lehrer
Rasmus Borkowski
Afanassij Iwanowitsch Bolschinzow, benachbarter Gutsbesitzer
Christian Futterknecht
Ignatij Iljitsch Spigelskij, Arzt
Toni Slama
Matwej, Bediensteter
Oliver Huether
Katja, Dienstmädchen
Eva Mayer
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Iwan Turgenjew
Ein Monat auf dem Lande
Premiere: 28. Januar 2010
Spieldauer: ca. 2 Stunden 30 Minuten, eine Pause
Natalja, die Frau des gutmütigen, aber arbeitsbesessenen Gutsbesitzers Islajew, Mutter eines
zehnjährigen Jungen, langweilt sich und sehnt sich nach etwas Ungewissem. Auch der gebildete
Hausfreund Rakitin kann ihr mit seiner matten Erotik keine Zerstreuung bieten, obwohl oder weil er
sie vergöttert. Man spricht zwar von Liebe, ist aber von der Liebes-Tat weit entfernt. Da schlägt
gleich einem Blitz der junge, lebhafte Student Beljajew, als Lehrer für den kleinen Kolja
angestellt, in die schläfrige Schein-Idylle dieser Sommergesellschaft ein. Denn Natalja verliebt
sich besinnungslos in den jungen Mann. Aber auch Nataljas Pflegetochter Vera sucht in unbewusster
Zuneigung Beljajews Nähe.
Turgenjews Komödie, 1855 erstmals publiziert, ist eine meisterhafte Gratwanderung zwischen
Tragik und Komik: Sie streift die Katastrophe, die hinter den Liebesverstrickungen lauert, bekennt
sich aber wirkungsvoll zum Lustspiel mit doppelbödigem Humor.
Als eine der Stoffgrundlagen für das Dreigestirn im Stück - Ehemann, Ehefrau, Hausfreund -
diente Turgenjews leidenschaftliche Liebe zu der verheirateten Sängerin Pauline Viardot. Der
Schauspielerin Marija G. Sawina, die in der gefeierten Petersburger Aufführung 1879 die Vera
spielte, erklärte der Dichter: „Rakitin bin ich. Ich stelle immer mit dem unglücklichen Liebhaber
mich selbst dar.“
Pressestimmen:
Das ausgezeichnete und von Mohr ausgezeichnet geführte Ensemble hat sich auf Wanderschaft durch
Turgenjews Seelenlandschaft begeben und dabei eine Menge für sich entdeckt. (Kurier)
(...) eine erfrischende Angelegenheit. Die in keiner Sekunde langweilige Aufführung steht
Zimmerschlachten wie "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" deutlich näher als Tschechows weiten
Seelenlandschaften.
Aus dem ausgezeichnet geführten Ensemble stechen zwei Leistungen hervor: Andre Pohl verleiht
dem Hausfreund Rakitin tragische Größe, Hilde Dalik bekommt als sympathisch-natürliches Mädchen
gleich bei der erster Ferienliebe mit der Hausherrin eine erbitterte Rivalin. Sie lernt ihre harte
Lektion: Die Liebe ist ein seltsames Spiel und die Ehe eine Endlagerungsstätte der Gefühle, tief
unter Tag. Stephanie Mohrs Inszenierung saust wie ein Frühlings-Sturm durch das Theater in der
Josefstadt. (APA)
Stephanie Mohr haucht Turgenjews müßiger Komödie Leben ein und animiert das Ensemble zu ungewohnter
Prägnanz. Berührend und amüsant. Best of Josefstadt. Ein Filetstück für echte Josefstädter. (Die Presse)
Plötzlich erscheint Turgenjew ganz untröstlich gegenwartsnah. (Standard)
Maria Köstlinger brilliert in Turgenjews melancholischer Komödie in der Josefstadt. (Österreich)
Kultiviert gespielt. (Kronen Zeitung)
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