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Regie
Beverly Blankenship
Bühnenbild und Kostüme
Rolf Langenfass
Musik
Peter Kaizar
Daisy Werthan, eine Witwe
Louise Martini
Hoke Coleburn, ihr Chauffeur
Robert Owens
Boolie Werthan, ihr Sohn
Peter Moucka
unterstützt von
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Alfred Uhry
Miss Daisy und ihr Chauffeur
Premiere: 20. Dezember 2007
Spieldauer: ca. 2 Stunden 10 Minuten, eine Pause
Atlanta, 1950-1970: Miss Daisy ist eine selbstbewusste, robuste alte Dame, die von ihrem schwarzen
Chauffeur Hoke in die Synagoge und zum Shoppen gefahren wird. Über die Jahre entwickelt sich
zwischen Hoke und seiner Arbeitgeberin eine distanziert-freundschaftliche Beziehung, in deren
Mittelpunkt das Voneinander Lernen steht. Miss Daisy unterrichtet den 65jährigen Witwer im Lesen,
er schärft ihre Sensibilität für die Unterdrückung der Afro-Amerikaner in den USA. Mit den Jahren
sieht sich das Gespann, das unterschiedlicher nicht sein könnte, mit Segregation und Antisemitismus
konfrontiert. Ein Bombenanschlag auf die Synagoge von Atlanta lässt die beiden näher zueinander
rücken.
Das Stück von Alfred Uhry wurde mehrfach ausgezeichnet (u.a. Pulitzer-Preis). Die Verfilmung,
1989, gewann drei Golden Globes und vier Oscars, u.a. als bestes Filmdrehbuch.
Pressestimmen:
Es war dem glücklichen Zusammenspiel vieler Faktoren zu verdanken, dass Alfred Uhrys Klassiker
"Miss Daisy und ihr Chauffeur" auf der ganzen Linie zum Erfolg wurde. Die sensible, aber nicht
minder humorvolle Aufarbeitung der Rassenprobleme in den USA der 50er Jahre hat Regisseurin Beverly
Blankenship mit Hilfe ihrer großen Darsteller - allen voran Louise Martini - in einen scheinbar
zeitlosen Raum versetzt. Ein untypischer Abend für die Kammerspiele, der das Publikum dennoch
begeisterte. (APA)
(...) ist der aufgeräumten und gefühlvollen Regie von Beverly Blankenship zu verdanken – vor allem
aber ihrer Hauptdarstellerin: der wunderbaren Louise Martini. Sie ist eine stolze Jüdin, resolute
Hausherrin und etwas anstrengende Mutter – und begleitet Miss Daisy mit ihrem starken Spiel bis in
die hohen Neunziger. (Wiener Zeitung)
(...) einen herzerwärmenden, netten Theaterabend (...).Louise Martini als Miss Daisy und Robert
Owens als ihr Chauffeur Hoke. Die beiden verstehen zu bezaubern. (...) Eine Meisterleistung auf den
wenigen Quadratmetern lieferte Bühnenbildner Rolf Langenfass, der mit wenigen Requisiten und einer
drehbaren Wand samt Auto schöne Raumwirkungen erzielt. (Salzburger Nachrichten)
Sie weiß, wie man Pointen so nebenbei ans Publikum bringt, und er hat den Blues in Gang und Stimme:
Louise Martini und Robert Owens bereiten in der Josefstadt-Dependance mit Uhrys „Miss Daisy und ihr
Chauffeur“ in Beverly Blankenships Regie ein Fest vor dem Fest. (...) Wirklich bezaubernd ist auch
die Wiener Ausgabe des Paares wider Willen mit der etwas schrulligen, auf jeden Penny schauenden
und ein großes Herz mit aller Kraft verbergenden alten Dame und dem schlauen, jedoch zärtlichen
Fahrer! (...) Jubel! (Kronen Zeitung)
Louise Martini etwa findet in der Miss Daisy eine schöne und dankbare Rolle. Berührend, wie diese
Frau im Alter um ihre Würde kämpft, wie sie sich nach und nach auf Hoke einlässt. Eine feine
Leistung von Louise Martini. Aber auch Robert Owens zeichnet als (auch schlitzohriger) Hoke einen
starken, intensiven Charakter, den man einfach gern haben muss. Peter Moucka ist als Daisys Sohn
ein wackerer Südstaatler alter Schule und darf für Lacher sorgen. Sympathisch. (Kurier)
Dank der feinen Schauspielkunst von Martini und Owens stehen auch genau diese psychologischen
Vorgänge im Zentrum des Stücks: Sehr realistisch werden die sich langsam aufweichende
Unerbitterlichkeit von Miss Daisy, der subtile Humor Hokes, die immer wieder entstehende
Situationskomik, die Sticheleien und erstarkenden Freundschaftsbande auf die Bühne gebracht. (...)
ein echtes Schauspielerstück (...). Regisseurin Beverly Blankenship punktet mit einer straffen,
klaren Personenführung (...). Dass der Humor bei allem Sendungsbewusstsein nicht zu kurz kommt, ist
sicher ein weiteres Erfolgserlebnis der literarischen Vorlage. (Presse)
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