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Theater in der Josefstadt
Premiere: 04.12.2003

Ferdinand Raimund

Der Alpenkönig und der Menschenfeind

Musik von Wenzel Müller und Gerhard Gruber

Rappelkopf, betrogen und beinahe um sein Vermögen gebracht, macht seinen Mitmenschen durch seine krankhaften Wahnvorstellungen das Leben zur Hölle. Überall wittert er Komplotte und Anschläge auf sein Leben, sogar den harmlosen Diener verdächtigt er, ihm nach dem Leben zu trachten. Deshalb flieht er in die Einsamkeit des Waldes. Da tritt Astragalus, der Alpenkönig, auf den Plan, um ihn zu kurieren: Er selbst nimmt die Gestalt Rappelkopfs an und lässt diesen als seinen Schwager Silberkern auftreten. So sieht Rappelkopf, wie widerwärtig sein Treiben war, und diese Selbsterkenntnis lässt ihn vom Menschenfeind zum Menschenfreund werden.

Ferdinand Raimund spielte bei der Uraufführung 1828 im Theater in der Leopoldstadt selbst den Rappelkopf. Das Stück wurde zum ersten und bislang letzten Mal im Jahr 1833 im Theater in der Josefstadt aufgeführt. Raimunds Theaterklassiker ist von einem ambivalenten Bruch geprägt: Der Alpenkönig und der Menschenfeind hat noch etwas von einem barocken Märchen, beinhaltet aber auch schon die Selbstanklage eines modernen, existentiell erschütterten Menschentums.

Regie
Hans Gratzer

Bühnenbild und Kostüme
Rolf Langenfass / Hanspeter Horner

Herr von Rappelkopf, ein reicher Gutsbesitzer
Herbert Föttinger

Sophie, seine Frau
Sandra Cervik

Astragalus, der Alpenkönig
Erich Schleyer

Malchen, seine Tochter
Johanna Arrouas

August Dorn, ein junger Maler
Markus Schöttl

Herr von Silberkern, Sophies Bruder
Siegfried Walther

Habakuk, Bedienter bei Rappelkopf
Ossy Kolmann

Sebastian, Kutscher
Friedrich Schwardtmann

Sabine, Köchin
Wiegand Susanna

Alpanor, Alpengeist
Ronald K. Hein / Markus Hamele

Christian Glühwurm, ein Kohlenbrenner
Heinrich Herki

Marthe, sein Weib
Marianne Chappuis

Salchen, deren Tochter
Karin Lischka

Die Kinder
Antonia Jung / Mariella Grünsteidl Nicolas de Cillia / Janos Guttmann Samuel Machto / Mathias Seelmann