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Kammerspiele der Josefstadt
Premiere: 05.11.2009

Peter Shaffer

Komödie im Dunkeln

Um seinen Schwiegervater in spe zu beeindrucken, hat sich Brindsley Miller die wertvollen Möbel seines Nachbarn, der gerade auf Urlaub ist, ausgeliehen. Brindsley verdient als Künstler nicht viel, und so wollen er und seine Verlobte Carol bei ihrem strengen Vater den Anschein von Wohlstand erwecken. 

Dieses Täuschungsmanöver bietet die Ausgangslage für eine turbulente Farce. Peter Shaffer arbeitet mit einem genialen Trick: Nach einem Kurzschluss müsste die Bühne eigentlich im Dunkeln liegen, doch die Lichtverhältnisse sind umgekehrt. Die Zuschauer sehen alle Ereignisse im hellen Tageslicht, während die Schauspieler so tun müssen, als ob sie im Dunkeln tappen würden. So entstehen umwerfend komische Momente. Nicht nur müssen die Möbel in völliger "Dunkelheit" Stück für Stück wieder in die Wohnung des Nachbarn geschafft werden, als dieser unvermutet auftaucht. Auch eine ängstliche Nachbarin und ein reicher Kunstsammler müssen umsorgt werden. Schließlich taucht noch die ehemalige Geliebte von Brindsley auf, die die Situation schamlos für sich zu nutzen weiß. 

André Pohl hievte in geschickter Art das harmlose Spiel in die Gegenwart und spannt sein prominentes Ensemble perfekt in das rasante Komödienwerkel ein.
(Kronen Zeitung)

Beste Unterhaltung ist garantiert. (...) Enormer Stress für die Lachmuskeln. (...) Regisseur André Pohl gelingt es, im guten Wohnzimmer-Bühnenbild samt obligater Stolperfallen Shaffers "schwarze Komödie" mit viel Gespür und Tempo ablaufen zu lassen. (...) Und so steht einem echten Slapstick-Feuerwerk nichts im Weg, denn das Ensemble ist mit Eifer bei der Sache. Oliver Baier etwa als Brinsley spielt sein komödiantisches Talent herrlich aus. Marianne Nentwich, Toni Slama und Andreas Steppan setzen irrwitzige Glanzlichter. Emese Fáy, Oliver Huether, Katharina Pichler und Gideon Singer fügen sich gut ein. Ein echter Spaß.
(Kurier)

Regisseur André Pohl gibt der Show viel Tempo und jene Präzision, auf der die Pointen nur so dahinrauschen. Das urkomische Ensemble um Oliver Baier, Andreas Steppan und Marianne Nentwich löst pausenlos Lachorkane aus. Fazit: Der wohl lustigste Theaterabend in Wien.
(Österreich)

Tempo, Turbulenzen, Tohuwabohu gelingen perfekt (...).
(Wiener Zeitung)

Regie
André Pohl

Bühnenbild und Kostüme
Alois Gallé

Miss Furnival, ein spätes Mädchen
Marianne Nentwich

Brindsley Miller, ein junger Bildhauer
Oliver Baier

Carol Melkett, seine Verlobte
Emese Fáy

Colonel Melkett, Carols Vater
Toni Slama

Harold Gorringe, Brindsleys Nachbar
Andreas Steppan

Schupanski, ein russischer Emigrant
Oliver Huether

Clea, Brindsleys Verflossene
Pichler Katharina

George Godunow, ein älterer Milliardär
Gideon Singer