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Theater in der Josefstadt
Premiere: 03.05.2011

Dennis Kelly

Nach dem Ende

Österreichische Erstaufführung/Deutschsprachige Erstaufführung

ca. 1 Stunde, 20 Minuten, keine Pause

Ein atomarer Terroranschlag erschüttert die Stadt. Mark konnte die bewusstlose Louise gerade noch rechtzeitig in seinen alten Bunker bringen. Die beiden müssen, ohne Verbindung zur Außenwelt und mit begrenzten Essensvorräten ausgestattet, auf engstem Raum ihr Leben „nach dem Ende“ weiterführen. Die vermeintliche Rettung entwickelt sich jedoch immer mehr zum Albtraum: Der Terror überwindet die dicken Betonwände und dringt langsam in die zwischenmenschlichen Abgründe der beiden vor.

Nach dem Ende fand als Uraufführung im Rahmen des Edinburgh Festivals statt und Dennis Kelly erhielt dafür den Meyer-Whitworth Award. 2009 wurde er von der Zeitschrift Theater Heute zum besten fremdsprachigen Dramatiker des Jahres gewählt. Die Stücke von Kelly finden auf sämtlichen Bühnen Europas, aber auch Australiens, Japans, Amerikas und Kanadas größten Anklang.

Mit brandaktuellen Themen gelingt Regisseur Stephan Pfister eine impulsive Auseinandersetzung mit Liebe, Macht und Gewalt. Der durchgeknallte Kontrollfreak Mark, dargestellt von Matthias Franz Stein, liebt die aufbrausend-zärtliche Louise (Eva Mayer in beeindruckender Intensität), die hilflos seine immer widerlicheren Zuneigungen ablehnt.
(Standard)

Zwei auch poetisch ausgefeilte Psychoentwürfe haben Matthias Franz Stein und Eva Mayer auf der Josefstädter Probebühne mit Leben von innen heraus zu füllen. Mayer ist in ihrer Jugendlichkeit aufregend gewöhnlich und zeitgemäß wie das Mädel in der Schlange bei McDonald’s. Sie spricht schön tief und bewegt sich eckig selbstbewusst. Ein Zugewinn für das Ensemble und vom Regisseur Stephan Pfister bestens betreut.
(Wiener Zeitung)

Schön zügig inszeniert (...). Die Darsteller agieren spannend und interessant.
(Kurier)

Pfister versteht Kellys Stück ganz konkret, bis hin zur Vergewaltigung auf der Bühne (…).
(Die Furche)

Ganz nah ist man dem Geschehen, das bald eine unerbittliche Konfrontation wird. (...) Stein und Mayer schonen sich nicht, diese jungen Schauspieler haben Potential.
(Presse)

Zu einem spannenden Spielplatz für Theater hat sich die Probebühne des Theaters in der Josefstadt gemausert (...). Regisseur Stephan Pfister hat die Gewalttätigkeit geschickt auf einer Bühnenplattform in der Mitte des Raumes platziert. So kann man das "Weichei" und seine schwach charakterisierte Partnerin von allen schönen und unschönen Seiten betrachten: Matthias Franz Stein und Eva Mayer zeigen die mit Professionalität.
(Kronen Zeitung)

Regie
Stephan Pfister

Bühnenbild
Lothar Hüttling

Kostüme
Daniela Tidl

Mark
Matthias Franz Stein

Louise
Eva Mayer