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Theater in der Josefstadt
Premiere: 15.02.2001

Franz Molnár

Olympia

Die Handlung spielt vor dem Ersten Weltkrieg in einem österreichischen Kurort, wo eine vornehme Gesellschaft logiert. Fürstin Eugenie Plata-Ettin und ihre verwitwete Tochter Olympia sind fasziniert von dem gutaussehenden ungarischen Husarenrittmeister Barna. Gräfin Lina bemerkt sogleich, dass Barna Olympia den Hof macht und diese offensichtlich verliebt ist. Die besorgte Fürstin warnt Olympia vor einer Affäre mit dem Ungarn und schlägt ihr vor, diesen tödlich zu kränken, um ihn loszuwerden. Die Tochter überwindet sich, gehorcht, nennt Barna einen Bauern, worauf er sie zutiefst beleidigt verlässt. Da erscheint der Gendarmerie-Oberst Krehl mit der schrecklichen Meldung, dass Barna ein international gesuchter Hochstapler sei.

Olympia hat allerdings schon einen Brief an ihren Vater geschickt, worin sie Barna als Reitlehrer beim Kaiser empfiehlt. Entsetzt rufen die fürstlichen Damen nach Barna. Dieser kommt, leugnet nichts und erpresst die beiden. Nur wenn Olympia sich ihm hingibt, ist er bereit, aus der Stadt zu verschwinden und einen Riesenskandal zu vermeiden. Olympia willigt mit dem Einverständnis der Mutter ein.

"Mit seinem ungezwungenen mutigen Tonfall, seiner mörderisch-geistreichen Spöttelei ­ deren Schärfe sich gegen die höfische Aristokratie der francojosephinischen Zeit richtet ­ wirkte dieses waghalsige Stück wahrhaftig wie ein unerwarteter Pistolenknall in einem gesitteten, herrschaftlichen Salon."
(Aurel Kárpáti)

Mit der österreichisch-ungarischen Gesellschaftskomödie Olympia, 1927 entstanden und in Österreich 1930 in der Josefstadt erstaufgeführt, knüpft Franz Molnár an die Erfolge von Spiel im Schloß und Der Schwan an.

Regie
Fritz Muliar

Bühnenbild
Thomas Pekny

Kostüme
Maxi Tschunko

Fürst Plata-Ettin, General
Fritz Muliar / Franz Robert Wagner

Eugenie, seine Gattin
Marianne Nentwich

Olympia, seine Tochter
Therese Lohner

Barna, Husarenrittmeister
Michael Dangl

Albert
Harald Harth

Krehl
Peter Moucka

Lina
Elfriede Ott