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Kammerspiele der Josefstadt
Premiere: 01.03.2007

Anthony Neilson / Fassung von Michael Niavarani und Werner Sobotka

Schöne Bescherung

Österreichische Erstaufführung

Die Polizisten Handley und Blunt (Andreas Vitasek und Michael Niavarani) sind definitiv nicht die Klügsten: Ausgerechnet diese beiden - mit Intelligenz nur wenig gesegneten - umständlichen Ordnungshüter müssen am Weihnachtsabend dem betagten Ehepaar Conner eine tragische Nachricht überbringen. Aus lauter Angst, dass der Schock für Emily und Balthasar Conner zu viel sein könnte, trauen sich die beiden kaum, den Klingelknopf zu drücken. Als sich aber die Tür schließlich doch noch öffnet, beginnen die Katastrophen, und ein verwirrenderes Gemenge von Missverständnissen und bösen Ergebnissen guter Absichten nimmt seinen atemberaubenden Lauf. Jeder Versuch, endlich Klarheit zu schaffen, stiftet neue Verwirrung, und unsere
Ordnungshüter stolpern von einem Fettnapf in den nächsten...

Mit dieser bösen Komödie liefert der Autor Anthony Neilson ein aberwitziges Beispiel für den tiefschwarzen britischen Humor, der sich fröhlich-hemmungslos über sämtliche vorstellbare Tabus hinwegsetzt. Das Stück wurde 2002 mit großem Erfolg am Royal Court Theatre in London in der Regie des Autors uraufgeführt.

Michael Niavarani und Andreas Vitasek sorgen in den Kammerspielen in „Schöne Bescherung“ für ein wahres Feuerwerk an Pointen. Selten kann das Publikum so lachen wie bei Anthony Neilsons herrlich grell überdrehter Komödie, die Regisseur Werner Sobotka im passenden Wohnraum-Bühnenbild (Ulrich Schulz) perfekt in Szene gesetzt hat.
Einfach wunderbar, wie Niavarani und Vitasek durch allerlei Katastrophen stolpern, wie Tempo und Timing stimmen, wie dem Zwerchfell fast keine Erholungspause gegönnt wird. Das liegt aber nicht nur an den entzückend hilflosen Fettnäpfchen-Cops, sondern auch am übrigen Ensemble, das ganz ausgezeichnet spielt.
(Kurier)

Vor allem Andreas Vitasek als beschränkter Polizist entzückt. "Warning! Tripping Hazard!" steht auf einem Schild in der Straße mit den bescheidenen Reihenhäusern. Es nutzt nichts; Vitasek stolpert durch den Abend, dass es eine Lust ist.
(Presse)

Andreas Vitasek und Michael Niavarani, das soeben in der britischen Weihnachtsfarce "Schöne Bescherung" frisch ausgebackene Bühnenpaar, sind ein uneingeschränkter Gewinn. Zwischen der Ungehobeltheit des fallweisen Nichtschauspielens und dem aber besonderen Gespür für Pointen packen die beiden zu stattlichen Londoner Bobbys auffrisierten Männer die Palette ihrer Mimikry aus. Sie zielt ganz auf die Filmkomiker Stan Laurel und Oliver Hardy ab.
(Der Standard)

Vitasek und Niavarani blödelten gekonnt zwischen Slapstik und astreinem schwarzen Brit-Humor, Schmidinger brillierte als meschugge Alte, und Sobotka war hinreißend tragikomisch.
(Österreich)

Regie
Werner Sobotka

Bühnenbild
Ulrich Schulz

Kostüme
Elisabeth Gressel

Blunt
Michael Niavarani

Handley
Andreas Vitasek

Gronya
Eva Maria Marold

Emily
Dolores Schmidinger

Balthasar
Kurt Sobotka

Reverend Shandy
Siegfried Walther

Carol, Gronyas Tochter
Eva Mayer / Evelyn Ruzicka

Carol
Manuela Linshalm / Anna-Sophie von Gayl