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Theater in der Josefstadt
Premiere: 21.03.2013

Zach Helm

Speed

Deutschsprachige Erstaufführung

ca. 2 Stunden, 40 Minuten, eine Pause

Jack und Annie, ein glückliches Paar im heutigen New York. Er, vielversprechender Autor, sie, Hausfrau, die sich ihren Alltag mit "Glückspillen", Amphetaminen (Speed), verschönert. Als sich ein prominenter Verleger für Jacks Roman interessiert, gerät das Leben von Jack und Annie außer Kontrolle. Die Party des Verlegers wird zum peinlichen Desaster: Annie ist auf Speed und sagt unverblümt, was sie von den Partygästen hält. Jack sieht seine Chance auf Erfolg zunichte gemacht. Doch das Paar verbindet ein Geheimnis, das jetzt ans Tageslicht zu kommen droht.

Der amerikanische Drehbuchautor und Dramatiker Zach Helm hat mit "Speed" eine große Liebesgeschichte und eine aberwitzige Satire auf den Literaturbetrieb geschrieben.

Die Uraufführung von "Speed" in der Regie von Hollywoodstar John Malkovich wurde 2007 in Paris von der Kritik und dem Publikum bejubelt und 2008 in der Kategorie "Beste Regie" mit dem begehrten Theaterpreis "Molière" und dem französischen "Crystal Globe Award" für das beste Stück ausgezeichnet.

Sandra Cervik und Raphael von Bargen sind ein wunderbares Paar in der stimmigen Inszenierung von Stephanie Mohr, die die beiden Protagonisten ihre Emotionen derart nach außen kehren, ausleeren lässt, dass man als Besucher, was im Theater sehr selten ist, manchmal das Gefühl hat, Teil des Geschehens zu sein.(...)Die Josefstadt wächst mit dieser Produktion über sich hinaus und stürzt sich wagemutig in existenzielle Abgründe, die auch dem Bürgertum nicht fremd sein dürften. Freilich: Wie das Abonnement-Publikum diese inhaltlich melancholische und sprachlich brachiale Aufführung aufnehmen wird?
(Die Presse)

Herausragend die schauspielerische Leistung von Sandra Cervik als amphetaminsüchtige Annie, deren abrupte Stimmungswechsel sie facettenreich darstellt. Sie bekam dafür den meisten Applaus des Premierenpublikums.
(Ö1)

Sandra Cervik(…)changiert im Laufe des fast dreistündigen Abends mühelos zwischen hervorragend gelaunt und zu Tode geschunden. Ihr zur Seite steht mit Raphael von Bargen ein etwas junger, naiver und vor allem liebender Ehemann, der alles tun würde um seine Frau vom Speed wegzubekommen.(…)Mit Christian Futterknecht als etwas grobschlächtigem Verleger Stuart, Peter Scholz als schmierigem, geldgierigen Kleinverleger Charlie und Dominic Oley als aalglattem, arroganten Literaturkritiker hat Stephanie Mohr einen dynamischen Cast gefunden, an dem Annie ihren Wahnsinn abarbeiten kann. Das Zusehen bei dieser Selbstzerstörung schmerzt bisweilen. Aber gesehen haben sollte man diesen Höllentrip allemal.
(APA)

Sandra Cervik spielt sich so hektisch wie erbarmungswürdig als Annie die Seele aus dem Leib(…) Wenn das keinen "Nestroy" als beste Hauptdarstellerin ergibt, was dann? Wer soll ihr dergleichen nachspielen?
(Der neue Merker)

Wie wirkungs-, anspruchsvoll und heutig ein raffiniert konstruierter Psychothriller auf der Bühne sein kann, beweist der US-amerikanische Drehbuch-Autor Zach Helm, der mit "Speed", 2007 ein nachhaltiges Theaterdebüt feierte. Und nun kann auch die von Stephanie Mohr inszenierte deutschsprachige Premiere im Theater in der Josefstadt schlichtweg als Volltreffer bezeichnet werden.(...)Helm verknüpft in seiner Spielvorlage eine rätselvolle Beziehungsgeschichte mit einer gekonnten Satire auf den Literaturbetrieb und individuellen Selbstverwirklichungsproblemen. Annie - brillanter geht’s nicht: Sandra Cervik - als an Bulimie leidende Protagonistin benötigt die Lifestyle-Droge Speed, um ihre Rolle als für den Haushalt zuständige, attraktive Gattin des kurz vor dem Durchbruch stehenden Jungautors Jack (Raphael von Bargen) durchzuhalten. Fazit: ein verstörender, komödiantischer, rundum perfekter Theaterabend.
(Wiener Zeitung)

Sandra Cervik schickt ihre tablettensüchtige Annie auf eine Berg- und Talfahrt der Befindlickeit zwischen euphorischem Glücksgefühl und schierer Verzweiflung. Eine großartige Performance, die beim Schlussapplaus mit Bravos bedacht wurde.
(Kleine Zeitung)

Sandra Cervik und Raphael von Bargen in den Hauptrollen spielen völlig unterschiedlich(…)aber hinreißend.(…)Die Suizidszene – wir dürfen nicht verraten, wer sie spielt – ist fast unerträglich gut.
(Kurier)

Regisseurin Stephanie Mohr hat im Bühnenbild von Miriam Busch für jene Spannung gesorgt, die dieser Mix aus Konversationsstück, Krimi, Liebesgeschichte, Handlung aus dem Drogenmilieu und Analyse der Bestsellermaschinerie braucht und die das Stück zum eindrucksvollen, souverän gespielten Ereignis macht.
(Kronen Zeitung)

Denn (nicht nur) Sandra Cervik als Annie und Raphael von Bargen als Jack legen auf der Bühne eine Glanzleistung hin.(…)Sandra Cervik steigert sich derzeit von Rolle zu Rolle.(…)Eine starke Leistung.
(Mottingers Meinung)

Regie
Stephanie Mohr

Bühnenbild
Miriam Busch

Kostüme
Alfred Mayerhofer

Musikalische Leitung & Komposition
Wolfgang Schlögl

Annie
Sandra Cervik

Jack
Raphael von Bargen

Charlie
Peter Scholz

Jeff/Kellner
Ljubiša Lupo Grujčić

Stuart
Christian Futterknecht

Mulholland
Dominic Oley

Sylvia
Cornelia Köndgen

Der Mann auf dem Dach
Wolfgang Schlögl