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Kammerspiele der Josefstadt
Premiere: 10.09.2009

Peter Stone

Sugar - Manche mögen´s heiß

Musik von Jule Styne, Gesangstexte von Bob Merrill
Nach dem Film "Some Like It Hot" von Billy Wilder und I. A. L. Diamond, basierend auf einer Story von Robert Thoeren
Fassung von Werner Sobotka

Nach der erfolgreichen "Swingisierung" vom "Weißen Rössl" in der Vorsaison wollen Herbert Föttinger und ich nun noch einen Schritt weitergehen. War es beim Rössl eine große Operette, die wir auf die kleine Kammerspielbühne gebracht haben, so ist es diesmal gar ein Film, der uns als Vorlage dient - und nicht gerade der schlechteste: wurde "Some Like It Hot" doch 2001 von der amerikanischen Kritikergilde zum besten Film des 20. Jahrhunderts gewählt. Kein Wunder, stammen Drehbuch und Regie zu einem der legendärsten Hollywood-Filme von einem waschechten Wiener - Billy Wilder. Und wenngleich es heuer bereits genau 50 Jahre her ist, dass dieser Film seine Premiere feierte, sind die schnellen Dialoge, die aberwitzigen und slapstickgeladenen Situationen und die detailliert und pointiert gezeichneten Charaktere heute genauso modern und zeitlos wie damals.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinem langjährigen musikalischen Leiter Christian Frank, der den zeitlosen Liedern ("I Wanna Be Loved By You") erneut ein swinging-jazziges Kleid geben wird und mit Ramesh Nair, der - wie schon beim "Weißen Rössl" - aus unseren Darstellern Choreographien herausholen wird, von denen diese nicht einmal selber wissen, dass sie in ihnen stecken. Und nicht zuletzt auf ein Ensemble, das in unzählige Rollen - und manchmal sogar als Männer in Frauenkleider - schlüpfen muss, um dem Tempo der Story gerecht zu werden. Mit einem Wort: Ich freu mich auf eine lustige wenngleich sicherlich schweißtreibende Arbeit - aber wie heißt es schließlich so schön: Manche mögen's heiß!
Werner Sobotka  

Umjubelte Premiere(...)hinreißende Bühnenfassung.(...)Ein Glücksfall. Denn was Martin Niedermair und Boris Pfeifer abliefern, ist schlicht grandios. Wie diese beiden Vollblutkomiker vor der Mafia flüchten, auf elegante Damen oder noble Millionäre machen, sorgt für Lachsalven ohne Ende. Da sitzt jede Pointe perfekt, da bleibt kein Auge trocken, das ist Comedy vom Feinsten. Fabelhaft.(...)Echte Glücksgefühle sind bei diesen Leistungen angebracht. Großes Lob gebührt aber auch Regisseur Werner Sobotka, der seine Bühnenfassung sehr flott, rasant, spritzig wie witzig ablaufen lässt, der sein spielfreudiges Ensemble zu Höchstleistungen animiert.(...)Tolle Choreographie von Ramesh Nair.
(Kurier)

Und mit viel Charme, rasanten Szenenwechseln, überzeugenden Schauspielern und Liebe zum Detail schaffen es Regisseur Werner Sobotka und sein Team, dem Publikum der Kammerspiele einen witzigen Abend zu bescheren. Große Lacherfolge, kongeniale Tanzeinlagen, zeitlos komische Dialoge.
(Presse)

Kaum glaublich, dass sich diese turbulente, personenreiche Geschichte mit ihrem rasanten Schauplatzwechsel unbeschadet auch auf der winzigen Bühne der Kammerspiele realisieren lässt. Doch Werner Sobotka hat mit viel Ambition und Geschick das schier Unmögliche zum Gaudium des Publikums möglich gemacht und sich dabei ziemlich getreu an die Filmvorlage gehalten. Das Ergebnis ist ein tempogeladenes, von Ramesh Nair professionell choreographiertes, von Christian Frank musikalisch betreutes Ausstattungs-Musical mit viel Crossdressing-Klamauk und blitzschnellen, bravourös gestalteten Umbauten.
(Wiener Zeitung)

Niedermair ist als zur Josephine gewandelter Saxophonist Joe ebenso zum Niederknien wie als vermeintlicher Yachtbesitzer und „Shell“-Erbe, Pfeifer legt die Lemmon-Rolle des Bassisten Jerry, der sich als Daphne einen echten Millionär (Siegfried Walther ist dabei ein kongenialer Partner) angelt, kantiger an als das Film-Vorbild und überzeugt gerade dadurch.(...)Gelungener Saisonauftakt. Professionelle Unterhaltung mit Charme.
(Oberösterreichische Nachrichten)

Die Stars des Abends sind Boris Pfeifer (Jerry / Daphne) und Siegfried Walther (Millionär). Beide, souveräne Schauspieler, sorgen für schwungvolle Dialoge. Lachbomben explodieren. Da jagt ein Gag den anderen. Ein hinreißendes Duo mit Gespür für den richtigen Moment und die richtige Mischung aus Verzauberung und Perfektion! Das übrige Ensemble gefiel vor allem in den spritzigen wie intelligenten Tanzszenen von Ramesh Nair.
(Kronen Zeitung)

Auch dass Mirjam Weichselbraun erst gar nicht versuchte, Marilyn Monroe nachzumachen, war eine instinktsichere Entscheidung. So entwickelte sie die Figur der Tingeltangel-Sängerin 'Sugar' sehr eigenständig. Und für eine Theater-Debütantin erstaunlich präzise.
(Österreich)

Dynamische Cross-Dressing-Sause. Siegfried Walther entzückt als herzhafter Millionär Sir Osgood Fielding.
(Standard)

Regie
Werner Sobotka

Bühnenbild
Amra Bergman-Buchbinder

Kostüme
Elisabeth Gressel

Musikalische Leitung
Christian Frank

Choreografie
Ramesh Nair

Sugar Kane, Sängerin und Ukulele-Spielerin
Mirjam Weichselbraun

Joe, ein arbeitsloser Saxophonist
Martin Niedermair

Sir Osgood Fielding, ein Millionär
Siegfried Walther

Sweet Sue, Chefin der „Society Syncopaters“-Girl-Band
Susanne Draxler

Spats Palazzo, ein Gangsterboss
Toni Slama

und mit
Oliver Huether / Thomas Mraz / Bernhard Viktorin / Ronnie Veró Wagner / Jasmin Bilek / Daniela Lehner / Kerstin Löcker / Nina Tatzber / Josef Blazivocs / Johannes Gerhart / Emanuel Kastner / Alexander Kuchar / Toni Matzl