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Theater in der Josefstadt

Thomas Arzt

Leben und Sterben in Wien

Uraufführung

Premiere
10.06.2021

In diesem Auftragswerk für das Theater in der Josefstadt entwirft der Dramatiker Thomas Arzt ein gleichermaßen blutiges wie poetisches Bild der österreichischen Zwischenkriegszeit. Hauptfigur des Stückes ist die junge Magd Fanni, deren katholisch geprägtes Leben durch die Begegnung mit der rätselhaften Sara eine Wende nimmt. Begeistert von deren sozialistischen Ideen begibt sich Fanni in die Hauptstadt Wien, erlebt die Errungenschaften der Arbeiterbewegung und wird zugleich Zeugin, wie die Schattendorfer Urteile das Ende der Ersten Republik einläuten.

Eindringlich erzählt Thomas Arzt in Leben und Sterben in Wien von der Radikalisierung einer Gesellschaft, dem Zerbrechen jeglicher Solidarität und vom sprachlichen "Nährboden" für Faschismus und Nationalsozialismus. Über ein Dutzend Figuren ruft er dafür auf den Plan, lässt sie in Liedern aus der Handlung heraustreten und spinnt dennoch ein feinteiliges Netz rund um die "völlig frei erfundene" Geschichte einer Frau, die sich von ihren Wurzeln emanzipiert.

Regie
Herbert Föttinger

Dramaturgie
Matthias Asboth

Fanni
Katharina Klar

Sara, Schutzbündlerin
Silvia Meisterle

Hans, Heimwehrler
Jakob Elsenwenger

Sepp, Großbauer / Der Priester
Robert Joseph Bartl

Die Alte, dessen Mutter
Elfriede Schüsseleder

Otto, Sozialist
Alexander Absenger

Fritz, Student
Tobias Reinthaller

Rosl, Arbeiterin
Martina Stilp

Petrow, Kleinkrimineller
Ljubiša Lupo Grujčić

Direktor, Theaterunternehmer
Johannes Krisch

Gräfin, Altmonarchistin
Ulli Maier

Inninger, Staatspolizei
Götz Schulte