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Kammerspiele der Josefstadt

Bertolt Brecht

Die Dreigroschenoper

Nach John Gays "The Beggar's Opera"

Premiere
11.03.2021

Die Geschichte um den Bettlerkönig Peachum, seine Tochter Polly und den mafiosen Schwerkriminellen Macheath, genannt Mackie Messer, beruht auf John Gays The Beggar’s Opera, einem Werk aus dem Jahr 1728. 200 Jahre später bearbeitete Bertolt Brecht eine Neuübersetzung für die Eröffnung des Theaters am Schiffbauerdamm in Berlin und gab dem Stück auf Anregung von Lion Feuchtwanger den Titel Die Dreigroschenoper. Die Probenzeit verlief aus vielerlei Gründen turbulent, die Inszenierung drohte mehrmals zu scheitern, aber nachdem die Premiere am 31. August 1928 doch glücklich über die Bühne gegangen war, wurde das Stück zum größten Theatererfolg der damaligen Zeit – nicht zuletzt aufgrund der Musik von Kurt Weill. Ausschlaggebend für den Erfolg der Uraufführung war der von Lotte Lenya als Seeräuber-Jenny vorgetragene "Kanonensong", der die Stimmung beim bis dahin eher ablehnend eingestellten Publikum drehte. Brecht betrat hier Neuland: Indem die Schauspieler*innen mit den Songs aus ihren Rollen heraustraten, verließen sie die Handlung, sodass die Inhalte für sich selbst standen und nicht notwendigerweise mit den Bühnenfiguren konform gehen mussten.