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Theater in der Josefstadt

Niermeyer/Petras nach Tolstoi

Anna Karenina

Premiere
30.09.2021

Amélie Niermeyer und Armin Petras nach dem gleichnamigen Roman von Leo Tolstoi

Begreif doch, ich liebe, glaube ich, gleichermaßen, doch beide mehr als mich selbst.
Anna Karenina

"Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Weise."
So beginnt ein Stück Weltliteratur: Tolstoi beschreibt in seinem Roman Anna Karenina nicht nur das Einzelschicksal der unglücklich verheirateten Titelfigur, die mit ihrem alten Leben radikal bricht; vielmehr gelingt dem Autor die präzise Darstellung patriarchaler Denkmuster, die unsere Gesellschaft bis heute bestimmen: Die Frau, die um ihr er selbst willen die Familie verlässt, wird nach wie vor als hedonistisch gesteuerte persona non grata gesehen, die einzig ihrem eigenen Egoismus folgt. An dieser Ausweglosigkeit nicht zu zerbrechen, fällt auch Anna Karenina schwer.

Anna Karenina ist neben Effi Briest und Madame Bovary wohl die berühmteste Ehebrecherin der Weltliteratur. Nun präsentiert sich Tolstois Meisterwerk zum ersten Mal auf der Bühne des Theaters in der Josefstadt.

Regie
Amélie Niermeyer

Bühnenbild
Stefanie Seitz

Kostüme
Christian Schmidt

Musik
Imre Lichtenberger Bozoki

Video
Christian Borchers

Dramaturgie
Silke Ofner

Licht
Emmerich Steigberger

Karenin, ihr Mann und Minister
Raphael von Bargen

Anna Karenina
Silvia Meisterle

Stepan/Stiwa, Annas Bruder
Robert Joseph Bartl

Dascha, seine Frau
Alexandra Krismer

Kitty, ihre Schwester
Alma Hasun

Lewin
Alexander Absenger

Wronski
Claudius von Stolzmann

Serjoscha
Florian Benner/Jeremy Kägi/Christoph Löblich