Herbert Föttinger

Künstlerischer Direktor, Regisseur, Kammerschauspieler

Herbert Föttinger

© Jan Frankl

Biografie

Herbert Föttinger ist seit September 2006 Künstlerischer Leiter des Theaters in der Josefstadt.

Geboren 1961 in Wien, Matura, privater Schauspielunterricht. Erste Engagements am Städtebundtheater Hof, Detmold, Hildesheim, Grazer Schauspielhaus, Volkstheater Wien.

Seit 1993 ist Herbert Föttinger Ensemblemitglied des Theaters in der Josefstadt.

Sein Debüt war der Alfred in "Geschichten aus dem Wiener Wald" unter der Regie von Karlheinz Hackl; es folgten zahlreiche Hauptrollen wie der Jaromir in Hofmannsthals "Der Unbestechliche", Serge in "KUNST", Oberst in "Jacobowsky und der Oberst", Flottwell in Raimunds "Der Verschwender", Sigismund in Calderóns "Das Leben ein Traum", Don Juan in Frischs "Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie", Jean in "Fräulein Julie", Benedikt in "Viel Lärm um Nichts", Gregers in "Die Wildente", als Molnárs "Liliom", als Rappelkopf in "Der Alpenkönig und der Menschenfeind", als Mackie Messer in "Die Dreigroschenoper", Titelrolle in "Amphitryon", Torvald Helmer in "Nora", Vicomte de Valmont in "Gefährliche Liebschaften", alle Männerrollen in Schnitzlers "Reigen", Benjamin Rubin in "Der Mentor", der Uraufführung von Daniel Kehlmann u.v.m.
2014/15: Sigmund Freud in der Uraufführung "Eine dunkle Begierde"
2015/16: Georges in "La Cage aux Folles"

In der Spielzeit 2004/05 begann er sein Regiedebüt an der Josefstadt mit Nestroys "Kampl", mit Helmuth Lohner und Otto Schenk. Weitere Inszenierungen folgten: "Das vierte Gebot", "Mein Nestroy" (Peter Turrini Uraufführung), "Der Diener zweier Herren", "Nächstes Jahr - gleiche Zeit", "Buddenbrooks", "Halpern & Johnson", "Der blaue Engel", "Geschichten aus dem Wiener Wald", "Der Mentor" (Daniel Kehlmann Uraufführung), "Endlich Schluß" (Peter Turrini Uraufführung), "Aus Liebe" (Peter Turrini Uraufführung), "Die Schüsse von Sarajevo", "Anatol" und "Niemand" (Ödön von Horváth Uraufführung).

Neben seinem Engagement an der Josefstadt realisierte er eigene Produktionen ("Talk Radio", "Die Bernfeld-Revue") und engagierte sich regelmäßig für gesellschaftskritische Projekte wie z.B. "Schlussstrich" (Reden österreichischer Politiker über die Judenfrage) oder "Künstler an der Macht".

Festspiele und Gastspiele:
1991-93: Festspiele Bad Hersfeld
1994: Ernst Deutsch-Theater Hamburg
1995: Salzburger Festspiele ("Jedermann" und "Antonius und Cleopatra", Regie: Peter Stein)
1998/99: Schauspiel Köln (Sternheims "1913", Regie: Günter Krämer)
1997 - 2004: Sommerspiele Reichenau (u.a. 2001: "Anatol" und 2004: Friedrich Hofreiter in "Das weite Land")

Seit 2008 ist er Professor Higgins in "My Fair Lady" an der Volksoper Wien.

Fernsehfilme u.a.: "Angst vor der Idylle" (Regie: Götz Spielmann), "Ein glücklicher Tag" (Regie: Paul Henge), "Altes Geld" (Regie: David Schalko)

Auszeichnung: Wiener Schauspieler Ring, Kammerschauspieler (2012)

Im Frühjahr 2013 inszenierte er seine erste Oper "Fidelio" am Theater an der Wien, wo er 2015 auch die Regie bei "La mére coupable" übernahm.
2017 inszeniert Herbert Föttinger am Gärtnerplatz Theater in München die Oper "Don Giovanni".

Regie

Heilig Abend