Andrea Jonasson

Kammerschauspielerin

Andrea Jonasson

© Jan Frankl

Biografie

Als Elevin, gleich nach ihrer Schauspielausbildung in München, spielte die gebürtige Freiburgerin bei Gustaf Gründgens am Hamburger Schauspielhaus, wo sie als "herbes Gretchen" begeisterte. Es folgten Engagements an diverse Häuser im deutschsprachigen Raum, u. a. Schauspielhaus Zürich, Thalia Theater in Hamburg, Volkstheater Wien.

Dem Hamburger Schauspielhaus war sie immer wieder verbunden u.a. spielte sie dort auch bei Claus Peymann. Am Wiener Burgtheater war sie die Rosalinde in Shakespeares "Wie es euch gefällt", die Alpha in Musils "Vinzenz und die Freundin bedeutender Männer", die Maria Stuart oder die Ilse in Luigi Pirandellos "Die Riesen vom Berge" in der Regie ihres Mannes Giorgio Strehler. Aber auch Tom Stoppards Stücken wie "Night and Day" und "Das einzig Wahre" verhalf sie in Wien zu Erfolg.

Seit 1973, als sie Giorgio Strehler bei den Salzburger Festspielen kennenlernte, tritt sie in Italien auf, sowohl im Piccolo Teatro Mailand als auch an vielen anderen Bühnen Italiens (z.B. Rom, Genova). In Strehlers Regie spielte sie in Italien, bei den Salzburger Festspielen, in Wien und auf Gastspielen unter anderem die Königin Margarethe in "Das Spiel der Mächtigen", die "Minna von Barnhelm", in Pirandellos "Die Riesen vom Berge", "Faust", "Die Frau vom Meer", "Lady Windermeres Fächer" und international besonders akklamiert die Doppelrolle der Shen Te/Shui Ta in Brechts "Der gute Mensch von Sezuan".

An der Josefstadt war sie zuletzt in "Gefährliche Liebschaften" als Marquise de Merteuil in "Gespenster" als Helene Alving, in "John Gabriel Borkman" als Ella Rentheim, in "Lady Windermeres Fächer" als Mrs. Erlynne, in "Am Ziel" als Mutter, in "Anatol" als Gabriele und in "Die Verdammten" als Freifrau Sophie von Essenbeck zu sehen.

Sie erhielt mehrere Auszeichnungen und Preise wie die Goldene Kamera, den Titel Kammerschauspielerin und die renommierten italienischen Preise: Silberne Maske, Premio Elenora Duse, Premio Pirandello, Premio Europa.