HAROLD: Hast du nie Angst?
MAUDE: Wovor? Vor dem Unbekannten? Auf das bin ich neugierig. Was die Welt braucht sind keine Mauern, sondern Zugbrücken, die man runterlässt.
Harold und Maude erzählt die Geschichte eines introvertierten jungen Mannes aus gutem Hause mit einer etwas morbiden Vorliebe für Friedhöfe und Schrottplätze und einer unkonventionellen, lebensfrohen alten Dame, die in "geliehenen" Autos durch die Stadt rast und weder Respekt vor Besitzverhältnissen hat, noch Wert auf Eigentum legt.
Harolds entnervte Mutter versucht ihren Sohn über eine Agentur mit potentiellen Schwiegertöchtern zu verkuppeln, was aber einen Haken hat: Harold ist ein Meister im kunstvollen Arrangieren von effektvollen Selbstmordversuchen. Auch der zu Hilfe gerufene Psychiater gerät ans Ende seiner kleinen Weisheit.
Vorsichtig entwickelt sich zwischen Harold und Maude eine Beziehung jenseits jeglicher gesellschaftlicher Konventionen. Maude lehrt Harold einen neuen Blick auf die Welt und das Leben. Für ein paar Tage, eigentlich nur einen Wimpernschlag lang, bilden die beiden ein romantisches Paar.
Erni Mangold debütierte am Theater in der Josefstadt bereits 1946 und trat seitdem in rund 60 Rollen am Haus auf, unter anderem in Stücken von Horváth, Molnár, Raimund, Nestroy u.v.a. Im Laufe ihrer Karriere spielte sie an Häusern wie dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, dem Düsseldorfer Schauspielhaus, der Komödie Berlin und dem Volkstheater Wien. Anlässlich ihres 90. Geburtstages schlüpft die vielseitige Schauspielerin, die auch in Film und Fernsehen große Erfolge feiert, in die Rolle der lebenslustigen Maude.