Endlich Schluss
Samuel Koch liest Peter Turrini
ca. 75 Minuten, keine Pause
szenische Lesung
Di, 31. März 2026, 19.30 Uhr
Theater in der Josefstadt
Ein Mann zieht sich von der Außenwelt zurück. Er verbarrikadiert sich in seiner Wohnung, er hat alle Uhren verbannt, Computer und Telefone entfernt und vermeidet das Geräusch seiner Schritte. Um dem Pizzaboten zu entgehen, ernährt er sich von Astronautennahrung. Um von Post und Werbung verschont zu bleiben, besticht er den Briefträger. Alles Geschriebene wird systematisch vernichtet. Der gesamte Lebensmüll türmt sich auf einem wachsenden Berg im Vorzimmer, das er nicht mehr betritt. Des Lebens müde, zählt er bis tausend.
Und dann ... endlich Schluss?
In einer hochkonzentrierten Lesung bringt Samuel Koch das eindringliche Ein-Mann-Stück Endlich Schluss von Peter Turrini zur Aufführung. Darin geht es nur auf den ersten Blick um einen Überdruss an und ein Unbehagen an der Welt, sondern auch um die Möglichkeit und das Bestehen auf Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit – und das bis zum Ende.
Lesung: Samuel Koch
Regie: Fabian Burstein
Eine Produktion der Tage der Transformation 2025 von GLOBART
“Ende August 2025 war ich bei einer Veranstaltung der „Globart“ im Stift Melk. Samuel Koch las mein Stück „Endlich Schluß“. Das Gastspiel im Stift war mehr als eine Lesung: Es war ein magischer Abend. Samuel Koch saß in seinem Rollstuhl, unbeweglich, ein Scheinwerfer beleuchtete sein Gesicht und er sprach meinen Text mit einer solchen Tiefe, daß ich vergessen habe, daß dieser Text von mir ist. Das Publikum war völlig gebannt, niemand wollte anschließend nach Hause gehen und es kam zu Gesprächen mit Samuel Koch im Foyer. Ich war – wie andere auch – beeindruckt von seiner Leichtigkeit, von seinem Humor und dachte mir: Wenn einer mit einem solchen Schicksal so fröhlich sein kann, dann kommt einem ja das eigene viel leichter vor. Der Abend war also ein doppeltes Geschenk: Auf der Bühne und im Foyer. Ich freue mich sehr, daß der Herbert Föttinger den Samuel Koch zu einem Gastspiel ins große Haus des Josefstädter Theaters eingeladen hat.”
Peter Turrini