Theater in der Josefstadt

Die Schüsse von Sarajevo

Uraufführung / Nach Motiven des Romans "Der letzte Sonntag" von Milo Dor

von Milan Dor / Stephan Lack

ca. 2 Stunden, 5 Minuten, eine Pause

Premiere:
03.04.2014


Besetzung

Leo Pfeffer, Untersuchungsrichter
Erwin Steinhauer
Marija Begovic, Pfeffers Geliebte, Serbin
Julia Stemberger
Viktor Iwasiuk, Polizeichef von Sarajevo
Toni Slama
Dr. Sattler, Arzt
Siegfried Walther
Chmielewski, Gerichtspräsident
Heribert Sasse
Herbert Föttinger (ab 05.01.2015)
Gavrilo Princip, Student, Attentäter
Josef Ellers
Nedeljko Cabrinovic, Student, Attentäter
Alexander Absenger
Danilo Ilic, Lehrer, Organisator des Attentats
Matthias Franz Stein
Jasna, Kellnerin
Eva Mayer
Franz Graf von Harrach, Adjutant des Thronfolgers
Alexander Strobele
Leopold Loyka, Chauffeur
Peter Scholz
Wiesner, k. u. k. Beamter des k. u. k. Außenministeriums
Michael Schönborn
Rabbiner
Gideon Singer
Dr. Sutej, Schriftführer bei Gericht
David Jakob
Soldat
Michael Edlinger
Robert Hager
Gregor Kronthaler
Stefan Maschel
Manfred Passrugger
Markus Raunig
Borys Sokol
Manuel Waitz
Dominik Hell-Weltzl

Stab

Regie
Herbert Föttinger
Regiemitarbeit
Valerie Voigt-Firon
Bühnenbild
Walter Vogelweider
Kostüme
Birgit Hutter
Musik
Christian Brandauer
Dramaturgie
Ulrike Zemme
Licht
Emmerich Steigberger
Regieassistenz
Valerie Voigt-Firon
Video
DIE SCHÜSSE VON SARAJEVO
Play Video

Nach Motiven des Romans "Der letzte Sonntag" von Milo Dor.

"Ich bitte Sie, mich mit dem Attentäter allein zu lassen!" (Leo Pfeffer)

Sarajevo 1914. Ein heißer Junitag. Eine entfernte Explosion und Revolverschüsse. Der k.u.k. Justizbeamte Leo Pfeffer liegt gerade in den Armen seiner Geliebten Marija, als das Attentat auf das österreichische Thronfolgerpaar geschieht. Nur wenige Stunden später wird er als Untersuchungsrichter mit den Ermittlungen an der Ermordung Franz Ferdinands und dessen Gemahlin beauftragt.
Man erwartet von Pfeffer, schnellstens die Beweise für eine Beteiligung Serbiens am Attentat zu erbringen und die Rechtfertigung für ein militärisches Vorgehen gegen den verhassten Balkanstaat zu liefern. Die festgenommenen Attentäter, unter ihnen der Todesschütze Gawrilo Princip, streiten eine Verbindung zur serbischen Regierung vehement ab und geben an, auf eigene Faust gehandelt zu haben.
Selbst mit der verwitweten Serbin Marija liiert, kennt Pfeffer die nationalistischen Ideale, welche die Attentäter antreiben. Mit modernen Verhörmethoden und psychologischem Feingespür gelingt es ihm Stück für Stück, die jungen Männer zum Reden zu bringen. Je tiefer er in ihre Gedankenwelt eintaucht, desto mehr kann er ihre Beweggründe nachvollziehen, auch wenn er ihre Tat natürlich nicht gutheißen kann.
Unterdessen finden in Sarajevo Ausschreitungen gegen die serbische Bevölkerung statt, von denen auch Marijas Familie betroffen ist. Als schließlich auch ihr Sohn Miloš – der sich im Dunstkreis der Attentäter bewegte – verhaftet wird, wendet sie sich verzweifelt an Pfeffer. Dieser muss erkennen, dass er mit seiner unbeugsamen Suche nach der Wahrheit nicht nur im Begriff ist, seine Karriere aufs Spiel zu setzen, sondern auch die Liebe von Marija … (Milan Dor und Stephan Lack)

Anlässlich des 100. Jahrestages des Attentats von Sarajevo dramatisieren Milan Dor und Stephan Lack den Roman von Milo Dor.


Sponsoren