Premieren

Theater in der Josefstadt

Gastspiel: De Profundis

Premiere


Besetzung

Jens Harzer

Stab

Regisseur
Oliver Reese

De Profundis – Gastspiel des Berliner Ensembles

1895 wird Oscar Wilde zu zwei Jahren Haft verurteilt – weil er provoziert, gesellschaftliche Konventionen missachtet, Männer liebt und sich nicht versteckt. Sein Strafprozess richtet sich weniger gegen eine Tat als gegen eine Haltung: gegen seinen unbändigen Wunsch nach Freiheit und Anerkennung.

Im Gefängnis verfasst Wilde einen langen Brief an seinen früheren Geliebten Alfred „Bosie“ Douglas. Unter dem Titel De Profundis wird er zum letzten Aufschrei eines gebrochenen, aber nicht gebändigten Geistes. Mit großer literarischer Kraft schreibt Wilde über Liebe und Verachtung, Stolz und Schmerz, Freiheit und Einsamkeit – und über eine Gesellschaft, die nicht duldet, was sie nicht versteht.

Was bleibt, wenn einem alles genommen wird, was man einmal war? Und worauf lässt sich noch hoffen, wenn man nichts mehr besitzt außer sich selbst?

Iffland-Ring-Träger Jens Harzer bringt Wildes Worte in einem eindringlichen Soloabend auf die Bühne. Gemeinsam mit Regisseur Oliver Reese, der auch die Bühnenfassung verantwortet, lässt er das Publikum in die Abgründe von Oscar Wildes Leben blicken – und zeigt dessen Versuch, sich durch die Kunst das eigene Leben zurückzuerobern.

Gastspiel des Berliner Ensembles
Theater in der Josefstadt | 22. und 23. April 2027

Mit Jens Harzer
Inszenierung und Bearbeitung: Oliver Reese
Bühne: Hansjörg Hartung
Kostüm: Elina Schnizler
Musik: Jörg Gollasch
Licht: Steffen Heinke
Dramaturgie: Johannes Nölting
Deutsch von Mirko Bonné