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Theater in der Josefstadt

Fräulein Julie

von August Strindberg

Übersetzung von Hansjörg Betschart

ca. 1 Stunde, 25 Minuten, keine Pause

Premiere:
06.10.2015


Besetzung

Fräulein Julie
Sona MacDonald
Jean
Florian Teichtmeister
Kristine
Bea Brocks
Vogel
Jan Plewka

Stab

Regie
Anna Bergmann
Bühnenbild
Katharina Faltner
Kostüme
Lane Schäfer
Musik
Hannes Gwisdek
Choreographie
Jerome Knols
Dramaturgie
Ulrike Zemme
Licht
Manfred Grohs
Regieassistenz
Ines Ganzberger
Regieassistenz
Sofia Djokic
Dramaturgieassistenz
Cinja Kahl
Video
FRÄULEIN JULIE
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Deutsch von Hansjörg Betschart

Oh, ich hasse und verabscheue Sie; zwischen uns ist Blut! Ich verfluche die Stunde, da ich Ihnen begegnete; ich verfluche den Augenblick, da meine Mutter mich empfing!
Fräulein Julie

Fräulein Julies Geschick habe ich mit einer ganzen Reihe von Faktoren begründet: mit der Grundlage der Mutter, der falschen Erziehung des Mädchens durch den Vater, dem eigenen Naturell, mehr noch mit der Feststimmung in der Mittsommernacht, der Abwesenheit des Vaters, der Beschäftigung mit den Tieren, den aufreizenden Einfluss des Tanzes, dem Dämmerlicht der Nacht, der starken, aphrodisischen Wirkung der Blumen, und schließlich dem Zufall, der die beiden in einem entlegenen Zimmer zusammentreibt, dazu kommt die Zudringlichkeit des erregten Mannes.

Das Problem des Aufstiegs und Falls, des Höheren und Niedrigeren, des Besseren oder Minderwertigeren, von Mann und Frau ist, war und wird von bleibendem Interesse sein.
August Strindberg, Vorwort zur Erstausgabe