Der Druckfaktor Schlicht, in der Uraufführung von Nestroy gespielt, wird von seinem angeblichen Freund Fint um sein Geld, um seine Geliebte, um Jahre seines Lebens, fast um seine ganze Existenz betrogen. Schlicht findet Unterschlupf bei seinem Verwandten, dem gutmütigen, stets betrunkenen Maurer Hochinger und eine neue Stelle in Hummers Leihbibliothek. Dort arbeiten auch Marie, Hochingers Tochter, und der alte Ladendiener Schippl, ein mit allen Wassern gewaschener Geselle. In der Bibliothek begegnet Schlicht seiner alten Liebe Amalie, jetzt die Frau des Juweliers Stein, und einem angeblich in Marie verliebten Baron, der sich als der ungetreue Fint entpuppt. Dieser ist auch hinter der reichen Juwelierstochter Klementine her. Der alte Ladendiener Schippl schmiedet seine Ränke und das aberwitzige Spiel nimmt seinen Lauf.
Mein Freund von Johann Nestroy, 1851 uraufgeführt, ist eine hinreißende volksstückhafte Posse, eine "schwarze Komödie" in realistischem Milieu (Revolutionsjahr 1848).