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Theater in der Josefstadt

Das Fest

von Mogens Rukov / Thomas Vinterberg

in einer Bearbeitung von Philip Tiedemann / Juliane Gruner / Burkhard C. Kosminski

Übersetzung von Renate Bleibtreu

Premiere:
25.01.2007


Besetzung

Helge, der Vater
Erwin Steinhauer
Else, die Mutter
Marianne Nentwich
Christian, der erste Sohn
Bernhard Schir
Helene, die Tochter
Maria Köstlinger
Linda, die tote Tochter
Therese Lohner
Michael, der zweite Sohn
Fritz Karl
Mette, Michaels Frau
Anna Franziska Srna
Ein Junge, Michaels und Mettes Sohn
Alexander Zerbes / Victor Landgraf
Großvater
Fritz Muliar
Großmutter
Sigrid Marquardt
Gbatokai, Helenes Freund
Nikolaus Okonkwo
Pia, Stubenmädchen
Maya Bothe
Kim, Koch
Peter Scholz
Lars, Hoteldiener
Friedrich Schwardtmann
Helmut von Sachs, Toastmaster
Erich Schleyer
Frederik, Geschäftspartner
Alexander Waechter
Peter Moucka (ab 21.10.2007)
Sara, Frederiks Frau
Adelheid Picha
Sören, Cousin
Alexander Grill

Stab

Regie
Philip Tiedemann
Bühnenbild
Etienne Pluss
Kostüme
Stephan von Wedel
Musik
Ole Schmidt
Dramaturgie
Rosina Raffeiner
Licht
Emmerich Steigberger
Regieassistenz
Billy Vavken
Ton
Hans Peter Stubenrauch
Ton
Michael Huemer
Ton
Sylvia Matiz

Um 19 Uhr hält Christian seine erste Tischrede. Tischreden sind Tradition in der Familie. Auch bei diesem Fest zum 60. Geburtstag von Christians Vater dürfen sie nicht fehlen. Die Verwandtschaft tafelt und schwatzt, das Personal gönnt sich eine Pause. Während der Tischreden wird nicht serviert. So war es, so wird es sein, so ist es auch heute. Aber Christian hält keine gewöhnliche Rede. Er tischt eine Geschichte aus seiner Kindheit auf, eine Geschichte mit dem Titel "Vater nimmt ein Bad". Sie handelt davon, wie der Vater das Kind Christian und dessen Zwillingsschwester Linda missbrauchte. Die Verwandtschaft stutzt, schweigt - und feiert weiter. Die Dienerschaft serviert, der Großvater erzählt seinen immergleichen Witz, die Oma singt ihr Lied, der Braten schmeckt köstlich, und der Wein fließt in Strömen. Ihr Sohn, sagt die Mutter, hatte schon als Kind viel Fantasie. Also wird pünktlich um 22 Uhr getanzt. So war es, so wird es sein, so ist es auch heute.