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Theater in der Josefstadt

Das Mädl aus der Vorstadt

von Johann Nestroy

in einer Bearbeitung von Michael Schottenberg

ca. 2 Stunden, 15 Minuten (Pause nach ca. 75 Minuten)

Premiere:
01.12.2016


Besetzung

Kauz, Spekulant
Martin Zauner
Frau Erbsenstein, seine Nichte
Michou Friesz
Dragoljub, ihr Schneider
Ljubiša Lupo Grujčić
Schnoferl, Winkelagent
Thomas Kamper
Gigl, Bräutigam
Matthias Franz Stein
Thekla, Mädl aus der Vorstadt
Daniela Golpashin
Saftl, Besitzer einer Vergnügungsstätte in der Vorstadt
Siegfried Walther
Storch, seine Schwester
Susanna Wiegand
Peppi, seine Tochter
Karoline Kucera
Rosel
Fanny Krausz
Sabine
Josephine Bloéb
Salome
Natalie Heilinger
Trudi
Lisa Wentz
Walpurga
Roya Anahita Mousavi

Stab

Regie
Michael Schottenberg
Bühnenbild
Hans Kudlich
Kostüme
Erika Navas
Musik
Sabina Hank
Dramaturgie
Doris Happl
Licht
Manfred Grohs
Regieassistenz
Clara Rybaczek
Korrepetition
Engu Song
Akkordeon
Christian Bakanic
Reeds
Christoph Pepe Auer
Kontrabaß
Christian Wendt
Drums
Andreas Lettner
Video
DAS MÄDL AUS DER VORSTADT oder EHRLICH WÄHRT AM LÄNGSTEN
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Die wohlhabende Frau Erbsenstein ist eine wahrhaft gute Partie und mit dem jungen Gigl verlobt. Der jedoch verliebt sich auf den sprichwörtlich ersten Blick in Thekla, ein Mädl aus der Vorstadt mit einem dunklen Geheimnis. In dieser Vorstadt sucht auch der Geschäftsmann Kauz, Frau Erbsensteins umtriebiger Onkel, seine amourösen Abenteuer. Viele Verwicklungen für den Winkelagenten Schnoferl, der alle Fäden in der Hand hält und sich wundert: "Der Zufall muss ein b'soffener Kutscher sein – wie der die Leut' z'sammführt, 's is stark!"

Nestroys "Das Mädl aus der Vorstadt" ist im Grunde ein Krimi über Geld, Intrige und Doppelmoral, gemischt mit einer Soap über Liebe, Verwirrung und der Suche nach Glück. Mit unverwechselbar bissigem Sprachwitz schaut Nestroy, der selbst den gewieften Schnoferl spielte, tief in die Facetten der österreichischen Seele. Er brauchte 1841 nur die französische Vorlage "La Jolie Fille du Faubourg" aus dem Pariser Vaudeville ins Wienerische Volkstheater zu übertragen und diese mit der ihm eigenen berührend-komischen Panik vor Armut und Einsamkeit anzureichern, um eine seiner erfolgreichsten Possen zu erschaffen, die bei ihrer Uraufführung enthusiastisch gefeiert wurde.

"Nestroys Dichtung ist das schönste Monument, das je dem Mutterwitz eines Volkes errichtet wurde."
(Alfred Polgar)


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