100 Minuten intensives Schauspiel: Nicole Heesters spielt brillant, sprachlich auf höchstem Niveau, ohne dabei die menschliche Regung außer Acht zu lassen. Wut, Zorn über das Tun ihres aufbegehrenden Sohnes, aber auch Trauer und besonders den Schmerz einer Mutter, die ihr Kind verliert, macht sie intensiv spürbar. Eine Theatergröße!
(Kronen Zeitung)
Nicole Heesters hat in dieser Inszenierung von Colm Toibins 2012 erschienener dünner Novelle die Bühne für sich. Die Gesprächspartner leben durch Heesters Erzählungen, durch ihre Gesichtsausdrücke, Körperhaltung und Stimmlagen. Heesters kann Nuanciertheit - ein verstohlener Blick zu beiden Seiten, wenn sie etwas Blasphemisches äußert, als ob sie sich wundere, dass die Welt noch stehe. Sie kann große, überschwängliche Gesten, das Gesicht vor Wut rot verzerrt. Das Stück ist der 81-Jährigen auf den Leib geschrieben, man merkt, mit ihr und dem Regisseur Goerden arbeiten zwei zusammen, die einander kennen.
(APA)
Nicole Heesters begeistert mit einer punktgenau einstudierten One-Woman-Show, ein Virtuosenstück.
(Die Presse)
Standing Ovations im Theater in der Josefstadt, Bravoschreie. Regisseur, Text- und Bühnengestalter Goerden drückt seinem Star Nicole Heesters Requisiten wie Besen, Wasserkübel, Kopftuch in die Hände. Doch die meiste Zeit hat sie den Riesentextkoffer ohne Halt zu stemmen. Virtuos die Bewegungen, Gesten, Schrecken in Gesicht, bisweilen Süffisanz in der Stimme! Doch streckenweise an Kälte und Distanz erstickend.
(Wiener Zeitung)
Die 81-jährige Nicole Heesters schildert mit Verve, trotzig und aufbegehrend, immer präzise und akzentuiert. Ein Theaterereignis!
(KURIER)
Schwer auszuhalten ist mitunter, wie die Heesters da berichtet, ihre Stimme dabei tief und kraftvoll; sie ist eine virtuose Erzählerin, mal spöttisch, verächtlich schnaubend, mal wispernd, resignierend innehaltend, oszillierend zwischen Faszination und Abscheu, immer wieder ihre Trauer, ihr Unverständnis über das Geschehene laut hinausschreiend. Ihre fassungslose Schilderung des Grauens einer Kreuzigung wird durch Heesters' präzise akzentuiertes Sprechen zu einem verbalen Fanal gegen Staatsterror, Gewalt und Machtmissbrauch.
(Mottingers Meinung)
Das Besondere an Tóibíns kurzem und großartigem Roman besteht darin, dass er die Leidensgeschichte des Sohnes als die seiner Mutter erzählt.
(Ulrich Greiner, Die Zeit, 20.02.2014)
Provokant und beeindruckend zeichnet der irische Autor und Dramatiker ein völlig neues Bild der Mutter Jesu.
(Ditta Rudle, Buchkultur, 06/07.14)
Ergreifend und mitreißend: Nicole Heesters als Maria.
(Nordsee Zeitung)
Diese Widersprüche glaubwürdig auszuspielen, diese überzeugende Kraft strömt aus dem bewegenden Spiel der großen Bühnendame Nicole Heesters, die auch mit über 80 Jahren noch einen Orkan des Wortes beschwören kann und allein mit ihrer Stimme einen Saal mühelos füllt.
(SPIEGEL ONLINE)
Sehr großer Beifall für minimalen Aufwand mit maximaler Wirkung.
(SPIEGEL ONLINE)
Atemloses Schweigen, dann orkanartiger Beifall. Nicole Heesters glänzt in Colm Tóibíns Monolog "Marias Testament" an den Hamburger Kammerspielen.
(DIE WELT)
Die 81-jährige Heesters spielt diese Figur mit mühsam zurückgehaltener Energie, ein nervöses Zucken im Fuß muss reichen, um anzudeuten, wie viel in ihr brodelt, ein drohendes Heben der Stimme, um zu zeigen, dass mit ihr nicht zu spaßen ist.
(Hamburger Abendblatt)
Die perfekte Maria-Besetzung heißt Nicole Heesters. (...) Sie stürzt sich während ihrer ergreifenden, sehr persönlichen Erzählung von einem Gemütszustand in den nächsten; sie schreit, lacht, flüstert, weint und hält nichts zurück.
(Nordsee Zeitung)
...reizvoll und kontrovers zugleich...langanhaltender Applaus.
(NDR 90,3)