Das Ensemble hat dafür gesorgt, dass dieses Stück zu einem vertrauten Erinnerungs-Erlebnis wird. Traute Hoess spielt die dominante Mutter raffiniert. Sehr engagiert und tüchtig spielt Michael Dangl. Boris Eder spielt nicht aufdringlich, ohne billige Effekte. Die traumhafte Wirkung dieses Dramas hängt jedoch vor allem von Laura ab. Und Gertrud Drassl, zerbrechlich, traurig, stark in ihrer Einsamkeit, überzeugt. So spielt man Tragödien.
(Die Presse)
Die erfrischen unsentimentale Inszenierung überzeugt mehr als das mittlerweile allzu konstruiert wirkende, autobiographisch geprägt "Spiel der Erinnerungen". Fazit: Eine solide Theaterarbeit, bestes, mit dementsprechenden Beifall bedanktes Schauspielertheater.
(Wiener Zeitung)
Die Glasmenagerie präsentiert sich im Theater in der Josefstadt als knappes, intensives Spiel ohne Pause. Wolf-Dietrich Sprengers Regie konzentrierte sich für ein ideales Ensemble auf allerlei Unzulänglichkeiten des menschlichen Wesens. Von Kitsch befreit und von Pathos ist Sprengers Version von Williams Stück über Realitätsverlust, Vereinsamung und Glorifizierung der Vergangenheit. Traute Hoess füllt die Rolle der naiven, wehmütigen in die Träume von Geld und Männerglück Denkenden mit großer Leidenschaft. Mit aller letzter Kraft versucht die verblühte Schönheit, dem Leben Bahn zu geben, aber Lachen kündet Katastrophen: Hoess ist da perfekt!
(Kronen Zeitung)