Tom Wingfield lebte mit seiner Mutter Amanda und seiner Schwester Laura in St. Louis. Er beschwört, sich Rechenschaft ablegend, die Vergangenheit herauf. Die penetrant agile Amanda klammert sich an ihre Erinnerung, in der sie ein extrovertiertes, vielumschwärmtes Mädchen war. Ihre leicht behinderte Tochter Laura dagegen ist ein introvertiertes, fragiles, menschenscheues Geschöpf, das mit einer Sammlung kleiner Glastierchen fernab von der Realität lebt. Amanda will einen Mann für Laura finden und überredet Tom, der in einem Lagerhaus arbeitet, aber eigentlich Dichter sein will, einen seiner Kollegen einzuladen. Tom bringt seinen Kumpel Jim O'Connor mit.
Mit diesem stark autobiographischen Stück gelang Williams der Durchbruch am Broadway. Ein Spiel der Erinnerung über Menschen mit ihrer ureigenen Wurzellosigkeit und ihren seelischen Verkrüppelungen, die ihren Träumen nachhängen und sich darin verlieren. Regie führt Wolf-Dietrich Sprenger, der zuletzt mit großem Erfolg Über allen Gipfeln ist Ruh mit Joachim Bißmeier und Traute Hoess inszenierte.