(...)Allerdings ist sie so gut gemacht und so gut gespielt, dass es allein um des Handwerks wegen eine Lust ist zuzusehen, wie so ein Well Made Play in edelster Josefstädter Qualität auf die Bühne gebracht wird: mit schlichtestem Aufwand, wenig mehr als zwei verschiebbaren Holzwänden, die Erich Uiberlacker auf die Bühne stellte und die sogar "dramaturgisch" verwendbar sind, um gelegentlich zu zeigen, wie sehr die Hauptfigur beengt und bedrängt wird; und mit Kostümen, die das Geschick und den Geschmack von Birgit Hutter beweisen. In diesem einfach-stimmigen Umfeld beweist Regisseur Michael Gampe wieder einmal, dass er punktgenau arbeiten kann wie wenige, dass die Befindlichkeit jeder Gestalt bis ins Detail (auch wenn er oder sie scheinbar unbemerkt am Rande steht) ausgeführt ist, dass er exakt die Pointen setzt, es aber nicht um jeden Preis tut: Man ist zwar in den Kammerspielen, aber Lachtheater ist das nicht. Blickt man genauer hin, hat Autor David Seidler ja hier gleichnishaft nicht weniger versucht als die Menschwerdung einer Royalen Puppe zu schildern - und das gelingt auch in der Inszenierung. wie schön, dass ein Schauspieler wie Michael Dangl(...), hier endlich eine Rolle gefunden hat, in der er sein ganzes Können ausspielen kann - als Handwerker seines Berufs und als Persönlichkeit. Wenn man sagt, dass er sich auf Augenhöhe mit dem "oscar"-gekrönten Filmkollegen Colin Firth bewegt, ist das das höchste Lob in diesem Zusammenhang.(...)
(Merker)
Michael Dangl gelingt als George VI. ein mehrfaches Kunststück: Er bewahrt glaubwürdig die Würde seiner Herkunft ohne die Bürde seines Amtes jemals zu vergessen. Er zeigt die Tragödie eines Menschen, den eine offenbar psychisch begründete Sprachstörung an seiner Berufung hindert, und der sein Zwerchfell öffnen kann, als er sich als Mensch öffnet und abseits des Protokolls einen Freund findet, den er respektieren und dem er vertrauen kann.(...)Diese "King's Speech" wird ein voller Erfolg, wie auch der ganze Abend. Und Dangl wird ebenso wie das ganze Ensemble und Autor Seidler mit Standing Ovations gefeiert.
(APA)
Behutsam entwickelt Regisseur Michael Gampe den Fall einer markanten Persönlichkeitsveränderung.
(Der Standard)
Klug besetzt, flott inszeniert. Der Dependance des Theaters in der Josefstadt ist damit tatsächlich ein Kunststück gelungen: David Seidlers Drama und Drehbuch "Die Rede des Königs" sprüht vor trockenem angelsächsischen Witz. Michael Dangl macht aus diesem von der Familie Bertie gerufenen zweiten Sohn ein Kabinettstück. Toni Slama als sympathisch-schrulliger Therapeut harmoniert prächtig mit ihm.
(Die Presse)
Gampe führt seine Schauspieler sicher und elegant über den schmalen Grad zwischen dem trockenen Humor der Textvorlage und der Verzweiflung der Figuren. Das Ensemble glänzt.
(Kurier)
Im auf- und zuklappbaren Bühnenbild von Erich Uiberlacker gelang Michael Gampe (Kostüme: Birgit Hutter) eine dichte, glaubhafte, witzige Inszenierung. Dazu tragen meisterhafte Schauspielerleistungen bei, vor allem von Michael Dangl, der glaubhaft den stotternden Prinz Albert und späteren König George verkörperte, und von Toni Slama, dem witzigen, sturen australischen Sprachlehrer. Erstklassig besetzt auch die anderen Rollen.
(Kronen Zeitung)