Grünlich modert der Schimmel die feuchten Wände hoch im verstaubten Tanzsaal des Gasthofs "Schwarzer Hirsch" in Utzbach, einem Provinznest mit 280 Einwohnern. Um den Saal dürfte sich seit längerem niemand mehr gekümmert haben. Der ehemalige Staatsschauspieler Bruscon will dort seine Weltkomödie Das Rad der Geschichte aufführen, deren Höhepunkt und Voraussetzung die absolute Finsternis sein soll. Seine Schauspieltruppe besteht aus seiner lungenkranken, ewig hustenden Frau, dem unbegabten Sohn Ferruccio und der nicht den Ansprüchen des Vaters entsprechenden Tochter Sarah.
Während Bruscon sich über die stumpfsinnige Gesellschaft und das Drama des Künstlers auslässt, tyrannisiert er mit seinem verbissenen Perfektionismus seine Familie. Doch die profane Wirklichkeit beschert seinem Theater, das irritierend und kompromisslos sein soll, zuerst einmal den wöchentlichen Blutwursttag und dann noch ein Gewitter samt einem Pfarrhof, der in Flammen aufgeht. In einer kunstfeindlichen Welt kann nur mit größter Rücksichtslosigkeit gegen sich selbst und gegen die anderen Kunst gemacht werden.