Jupiter hat in Gestalt des thebanischen Feldherrn Amphitryon dessen Gemahlin Alkmene zu einer Liebesnacht verführt. Als der echte Amphitryon am nächsten Tag nach gewonnener Schlacht heimkehrt, ist er überrascht zu erfahren, dass er bereits die letzte Nacht bei Alkmene verbracht habe. Auch Alkmenes Zweifel, ob sie mit dem echten Gemahl zusammen war, stürzt sie in eine Verwirrung der Gefühle.
Die Frage nach der Identität, nach Sein und Schein stehen im Mittelpunkt dieser Komödie, die oft die Grenzen zur Tragödie streift, vor allem in der Figur der Alkmene, die sich zwischen ihrem inneren Gefühl und der äußeren Täuschung entscheiden muss. Selbst als Jupiter, der Donnergott, das Rätsel löst, bleibt sie verstört, verunsichert zurück in ihrer Welt, die kurz die Welt der Götter war. Regie führte der polnische Regisseur Janusz Kica, bekannt durch seine höchst erfolgreichen Regiearbeiten wie zuletzt Sappho und Liliom.