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Theater in der Josefstadt

Lady Windermeres Fächer

von Oscar Wilde

Übersetzung von Christine Hoeppener

ca. 1 Stunde, 45 Minuten, keine Pause

Premiere:
18.10.2012


Besetzung

Mr. Dumby
Lady Windermere
Pauline Knof
Lord Windermere
Christian Nickel
Mrs. Erlynne
Andrea Jonasson
Lord Darlington
Martin Niedermair
Herzogin von Berwick
Sona MacDonald
Lady Agatha
Raphaela Möst
Lord Augustus Lorton
André Pohl
Cecil Graham
Bernd-Christian Althoff
Mr. Hopper
Matthias Franz Stein
Parker, Butler
Gideon Singer

Stab

Regie
Janusz Kica
Bühnenbild und Kostüme
Karin Fritz
Dramaturgie
Silke Ofner
Licht
Emmerich Steigberger
Regieassistenz
Anna-Sophie von Gayl
Video
LADY WINDERMERES FÄCHER
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Es gibt Momente, in denen muss man sich entscheiden, ob man sein eigenes Leben leben will, ganz und gar – oder ob man irgendeine platte, verlogene, erniedrigende Existenz fortsetzen will, nur um der Welt in ihrer Heuchelei zu genügen.
(Lord Darlington in "Lady Windermeres Fächer")

Nichts sollte einen Menschen schädigen können, es sei denn er selbst. Nichts überhaupt sollte einen Menschen ärmer machen können. Was in ihm ist, das hat der Mensch wirklich. Was draußen ist, sollte ohne Bedeutung sein.
(Oscar Wilde, "Der Sozialismus und die Seele des Menschen")

Gelangweilt von dem ermüdenden und belehrenden Gespräch derer, die weder den nötigen Witz für die Übertreibung noch das Talent für die Romantik besitzen, gelangweilt von jenen intelligenten Personen, deren Träume über die Vergangenheit immer auf der Erinnerung aufbauen, deren Äußerungen ausnahmslos von der Wahrscheinlichkeit beschränkt sind und die wahrscheinlich jederzeit von dem geringsten, zufällig anwesenden Philister bestätigt werden können, muss die Gesellschaft sich früher oder später wieder dem kultivierten und faszinierenden Lügner zuwenden. Denn der Lügner hat das Ziel, zu verzaubern, zu erfreuen, Genuss zu erzeugen. Er ist die wahre Grundlage der zivilisierten Gesellschaft. Nur er kennt das Geheimnis, dass die Wahrheit völlig und absolut eine Frage des Stils ist, während das Leben – das armselige, wahrscheinliche, uninteressante menschliche Leben – welches es satt ist, sich ständig zugunsten von wissenschaftlichen Historikern und Verfassern von Statistiken im allgemeinen zu wiederholen, ihm geduldig folgen wird. Es wird in seiner eigenen, einfachen und ungebildeten Art versuchen, einige der Wunder zu reproduzieren, von denen er erzählt.
(Oscar Wilde, "Der Niedergang der Lüge")

Soweit ich feststellen kann, bin ich der einzige Mensch in London, der sich nicht hinsetzen und auf Anhieb ein Oscar-Wilde-Stück schreiben kann. Die Tatsache, dass seine Stücke, obwohl sie offensichtlich einträglich sind, unter diesen Umständen einzigartig bleiben, spricht für die Enthaltsamkeit unserer Autoren. Oscar Wilde ist der wahre Schauspielautor, denn er spielt mit allem: mit dem Geist, der Philosophie, dem Drama, mit Schauspielern und Publikum, mit dem ganzen Theater.
(George Bernard Shaw)


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