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Samuel Simon, geboren in Annaberg-Buchholz, absolvierte seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Bereits während seines Studiums war er in Robert Wilsons Faust I & II am Berliner Ensemble zu sehen und gastierte am Schauspiel Bochum.
Von 2017 bis 2020 war er festes Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt, wo er u.a. mit den Regisseur*innen Robert Borgmann, Jan Bosse, Felicitas Brucker, Jan-Christoph Gockel, David Bösch, sowie Nele Stuhler und Jan Koslowski arbeitete. 2018 war er außerdem bei den Salzburger Festspielen in Ulrich Rasches Inszenierung von Die Perser zu sehen.
Seit 2020 lebt und arbeitet Samuel wieder in Berlin. Wien war und ist jedoch ein immer wiederkehrender Ort seines Theaterlebens. Am Kosmos Theater arbeitete er 2023 gemeinsam mit Milena Michalek und Sahba Sahebi an Heimliche Idioten, gefolgt von Was sind wir für Tage (2026), inszeniert von Milena Michalek. Seine Verbindung zu Wien begann jedoch bereits viel früher, denn noch vor seinem Studium war er für ein Jahr Teil des Jungen Burg Ensembles am Burgtheater und spielte u.a. Gabriel von Eisenstein in einer Bearbeitung von Johann Strauss’ Die Fledermaus.
Samuel versucht in seiner Arbeit auch immer wieder die Grenzen der klassischen Theaterbühne zu verschieben. So führte ihn sein Arbeiten sowohl in Museen, als auch immer wieder in den öffentlichen Raum oder auch zum Film und ins Reality-TV, wo er- genau wie im Theater- die Formen von Spiel und Performance erkundet und gemeinsam neue (queere) Narrative des Zusammenarbeitens entwickelt.
Zwischen 2021 und 2022 arbeitete er als Casting-Agent für eine TV-Dating-Show und begleitete die Teilnehmenden während der Produktion. Zudem entwickelte er die queere Reality-TV-Plattform TVWow, die 2021 im Schwulen Museum Berlin ausgestellt wurde. 2025 unterstützte er ältere Menschen in ihrem Alltag und begann sich in dieser Zeit mit Einsamkeit im Alter als Ausgangspunkt für einen Horrorfilm auseinanderzusetzen. Seine Faszination für das Genre führte außerdem zur Publizierung seines Artikels Queere Subtexte im Horrorfilm- Ein Liebesbrief im feministischen Filmmagazin Totale.
Samuel liebt Horrorfilme, Reality-TV und Schnitzel.