Im Automatenbüfett der Frau Adam in einem kleinen Ort in der Provinz treffen sie sich: Wenn der Amateurfischerverband zusammenkommt, sind alle vereint, die Spießer, die Pseudoidealisten, die Opportunisten, die Romantiker. Eva, von Leopold Adam vor dem Freitod in einem Teich gerettet, ist die Attraktion in diesem Lokal. Einerseits weiß Frau Adam, dass das Lokal floriert, wenn Eva die Herren bedient, Leopold Adam andererseits hält sie an, mit ihren weiblichen Reizen die Honoratioren des Ortes für sein Projekt, einen Fischbrutteich, zu gewinnen. Als "Zauberin", "Verführerin" mit magnetischer Wirkung von der Männerwelt gesehen, wird sie von den Frauen als Hexe verteufelt. Eva wird auf ihren weiblichen Körper reduziert, sie reagiert mit Zynismus und artikuliert ihre Unabhängigkeit. In einem Nachspiel, in dem sie es nun ist, die Adam aus dem Wasser zieht, finden sich beide als Außenseiter. Sie träumen sich in eine Welt außerhalb dieser Spießergesellschaft.
Dieses Stück der zu Unrecht fast vergessenen österreichischen Autorin Anna Gmeyner (1902 - 1991) wird zum ersten Mal in Österreich aufgeführt.