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Kammerspiele der Josefstadt

Chuzpe

Uraufführung

von Lily Brett

in einer Bearbeitung von Dieter Berner

Übersetzung von Melanie Walz

ca. 2 Stunden, 10 Minuten, eine Pause

Premiere:
22.11.2012


Besetzung

Ruth
Sandra Cervik
Edek
Otto Schenk
Sonja
Alexandra Krismer
Max
Daniela Golpashin
Zofia
Grazyna Dylag
Walentyna
Gabriele Schuchter
Garth
Herbert Föttinger
Zelda
Silvia Meisterle
Zachary
Konstantin Shklyar
Patricia Biscuit
Sona MacDonald

Stab

Regie
Dieter Berner
Bühnenbild
Hyun Chu
Kostüme
Birgit Hutter
Filmsequenzen und Musikkonzept
Maximilian Berner
Dramaturgie
Katharina Schuster
Licht
Karl Binder
Regieassistenz
Volker Tenta
Video
CHUZPE
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In einer Bühnenfassung von Dieter Berner und nach einer Dramatisierung von Eva Demski

Ruth kann nicht begreifen, dass ihr Vater Edek, vor wenigen Wochen erst aus Melbourne zu ihr nach New York gezogen, weit davon entfernt ist, einen ruhigen Lebensabend zu verbringen.
Und dass Lebensabend überhaupt der falsche Begriff ist für den munteren Siebenundachtzigjährigen. Zunächst macht er sich in Ruths Korrespondenzbüro »nützlich« und bringt dort alles durcheinander. Doch wenig später ziehen ganz selbstverständlich und ohne, dass Ruth vorher darüber informiert worden wäre, Zofia und deren Freundin Walentyna bei Edek ein – zwei Damen im besten Alter, die Edek bei einer Reise nach Polen kennen gelernt hatte. Als Edek zusammen mit Zofia und Walentyna auch noch ein Restaurant in der Lower Eastside eröffnen will, das auf Fleischbällchen spezialisiert ist, werden Ruths Nerven auf eine harte Probe gestellt.

EDEK: Zofia hat den Plan, aufzumachen ein kleines Restaurant, mit höchstens sechs, acht Tischen, Zofia macht die Klops und Leute, was das wollen, können die essen im Restaurant, und Leute, was sie wollen mit nach Hause nehmen, können das auch machen. Das nennt man Take-Out! Ich werde sein ihr Partner und mich kümmern um das Geschäft.  Da kann ich mich natürlich nicht so wie bisher um dein Geschäft kümmern, Ruthie, aber ich hab ein Auge drauf, das ist versprochen!
RUTH: Aber Dad, du hast von all dem keine Ahnung! Ich meine, Gastronomie, die meisten Lokale, die in New York aufmachen, sind kurz darauf wieder geschlossen. Ihr wisst nicht, was ihr da tut. Man kann das nicht einfach so aus dem Stand! Das ist wie Klavier spielen … oder ein Flugzeug fliegen…
EDEK: (wütend) Wir haben vielleicht keine Ahnung von solche Snobby-Snobby-Lokale, in was meine Tochter immer geht und bezahlt einen Haufen Geld für Kuhfutter! Es soll sein ein sehr kleines Restaurant mit sehr gute Klopse, was bisher in New York nicht gibt! Und davon haben wir Ahnung! Das ist kein Flugzeug und schon gar kein Klavier! Wir haben eine Menge Erfahrung mit diese Klopse, ich habe eine Menge davon gegessen und sehr viele andre Leute haben auch davon gegessen.


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